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Lebensbedrohliche Reaktionen nehmen zu. 

Experten warnen

Allergien: Schock-Reaktionen nehmen zu

Dresden - Wespengift, Nüsse oder Nickel können für Allergiker lebensbedrohlich, im schlimmsten Fall tödlich sein. Daten zeigen jetzt, welche Sustanzen besonders schwere Reaktionen auslösen können. 

Reagiert das Immunsystem plötzlich besonders heftig auf körperfremde Stoffe wird die schwerste Reaktion als „Anaphylaktischer Schock“ bezeichnet. Anaphylaxie griechisch, ana = gegen, phylaxis = Schutz).

Zu den typischen Symptomen einer Anaphylaxie gehören Hautreaktionen, wie Rötungen (Erytheme), Juckreiz und auch Nesselsucht (Urtikaria). Neben diesen leichten Reaktionen kann es auch zu Durchfällen, Atemnot und schweren Kreislaufreaktionen kommen, die in seltenen Fällen tödlich verlaufen.

Das Register Anaphylaxie.net erfasst seit 2006 anaphylaktische Reaktionen mit Beeinträchtigungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems für Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Daten zeigen, dass schwere Reaktionen zu nehmen. Waren es von 2006 bis 2008 noch 92 gemeldete Todesfälle, stieg die Zahl von 2009 bis 2011 auf 113 Todesfälle.

Laut der Deutschen Dermatologische Gesellschaft (DDG) sind auch die Auslöser bei Kinder und Erwachsene sind unterschiedlich. Von den bis April 2013 erfassten Fällen zeigen mehr als die Hälfte der Kinder allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel:

Kinder: Die häufigsten Auslöser bei Nahrungsmitteln 

Von den 396 schweren Reaktionen auf Nahrungsmittel waren  

  • Erdnuss (118 Fälle)
  • Kuhmilch (57 Fälle)
  •  Haselnuss (44 Fälle)

Kinder: Die häufigsten Auslöser bei den Insektengiften

  • Wespe - (122 Fälle)
  • Biene - (71 Fälle)
  • Hummel - (8 Fälle)

Erwachsene: Die häufigsten Auslöser bei den Insektengiften

  • Wespe (1.165 Fälle)
  • Biene (230 Fälle)
  • Hummel (64 Fälle)

Erwachsene: Allergische Reaktionen auf Nahrungsmitteln

  • Weizen - (68 Fälle )
  • gefolgt von Soja (31 Fälle)
  • Haselnuss (26 Fälle)

Hinzu kommt die wachsende Zahl derjenigen, die auf Medikamente allergisch reagieren:

  • 151 Fälle durch Schmerzmittel
  • 70 Fälle durch Antibiotika
  • 61 durch Lokalanästhetika

In Deutschland leben etwa 20 Millionen Allergiker, Tendenz steigend. Damit Betroffene besser über Allergien und ihre Allergieerkrankung aufgeklärt werden, startet jetzt die bundesweite Kampagne der Deutschen Dermatologischen Gesellschafft (DDG) "Allergien erkennen - Leben retten!" im Internet unter www.leben-mit-allergien.de.

ots

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