Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen - gerade im Herbst gilt Vitamin C als Wundermittel gegen Erkältungen.
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Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen - gerade im Herbst gilt Vitamin C als Wundermittel gegen Erkältungen. Ob das wirklich stimmt?

Mythos und Fakten

Alltagsfrage: Hilft Vitamin C wirklich gegen Erkältungen?

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen - im Herbst gilt Vitamin C als Wundermittel gegen Erkältungen. Doch ist die Nahrungsergänzung wirklich immer sinnvoll?

Marathonläufer, Soldaten und Schulkinder können von der Einnahme von Vitamin C profitieren, doch nur wenn sie sich körperlich extrem angestrengt hatten. Wissenschaftler der Universität Helsinki konnten jetzt bei einer bestimmten Personengruppe einen Zusammenhang zwischen dem Verlauf einer Erkältung und der Einnahme von Vitamin C feststellen.

Vitamin C: Hilft es wirklich gegen Schnupfen?

Demnach verkürzte eine regelmäßige Dosis von einem Gramm pro Tag die Krankheitsdauer von Erwachsenen (acht Prozent) und bei Kindern (18 Prozent). Zu diesem Ergebnis kamen Dr. Harri Hemilä und sein Team nach einer Analyse von fünf unterschiedlichen Studien zu Vitamin C. Alle Teilnehmer hatten sich jedoch vorher körperlich extrem angestrengt.

Ein Schnupfen lässt sich allerdings durch die tägliche Einnahme von hohen Dosen an Vitamin C kaum verhindern, wie die Untersuchung von 11.000 Menschen auf der ganzen Welt zeigt. Es gibt also bis jetzt keinen Grund, vorsorglich extra Vitamine zu schlucken, meint Dr. Hemilä. 

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Vitamin C: Nur bei körperlicher Anstrengung sinnvoll

Außerdem fehlen trotz aller wissenschaftlichen Untersuchungen eindeutige Hinweise, ob es für alle Patienten sinnvoll ist, Vitamin C zu schlucken, wenn die Nase schon läuft oder der Hals kratzt. Da Ascorbinsäure jedoch relativ billig ist, kann sich es sich, laut Dr. Hemilä, lohnen, es einfach auszuprobieren.

Seit über 70 Jahren diskutieren Wissenschaftler über die Einnahme von Vitamin C. Bei Infektionen der Atemwege wurde 1930 erstmals Vitamin C zur Behandlung vorgeschlagen. Weltweit Karriere machte das Vitamin C dann in den 1970ern: Der Nobelpreisträger Linus Pauling veröffentlichte eine Studie, die besagte, dass das weiße Pulver Erkältungen verhindern und lindern könne.

Über 200 Viren können Symptome wie Husten, Schnupfen und Fieber auslösen. Und so ist es kein Wunder, dass Erkältungen der häufigste Grund für einen Arztbesuch, Fehltage am Arbeitsplatz,sowie in der Schule sind. Insofern ist es für die Mediziner interessant, ob Vitamin C dem Körper hilft, mit den Krankheitserregern klar zu kommen.

100 Milligramm Vitamin C sind ausreichend

100 Milligramm Vitamin C sollte man laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung jeden Tag zu sich nehmen. Das entspricht etwa einer halben Paprikaschote, zehn Gramm Hagebutte, einem Glas Orangensaft, zwei Kiwis oder drei großen Kartoffeln. Aber auch viele andere frische Lebensmittel oder angereicherte Produkte enthalten Vitamin C.

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Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
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