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Bei dem Physiker Stephan Hawking wurde 1963 ALS diagostiziert.
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Bei dem Physiker Stephan Hawking wurde 1963 ALS diagnostiziert.

Verlauf und Therapie

Was ist ALS - Amyotrophe Lateralsklerose?

In Deutschland leiden etwa 600 Menschen an amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Die Krankheit schädigt das Nervensystem und ist lebensbedrohlich. Hier erfahren Sie mehr über den Verlauf von ALS und die Therapie.

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) schädigt fortschreitend bestimmte Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark. Die ALS betroffenen Nervenzellen heißen Motorneuronen. Typisch ist deswegen für die ALS die Muskelschwäche. Die erkrankten Personen verlieren die Fähigkeit Muskelbewegungen auszulösen und zu kontrollieren.

Verlauf der amyotrophen Lateralsklerose ALS

ALS zeigt einen rapiden Verlauf. Durch die Schädigung der Motorneuronen kommt es in erster Linie zu Muskelschwäche (Kraftminderung, Parese), Muskelschwund (Atrophie) oder Steifigkeit (Spastik). Das hat Sprech-, Schluck- und Atemstörungen zur Folge. 

Die Schließmuskeln der Blase und des Darms sowie die für die Augenbewegungen verantwortlichen Muskeln bleiben in den meisten Fällen bis in das Endstadium der Erkrankung verschont.

Die Mehrheit der ALS-Patienten stirbt innerhalb von drei bis fünf Jahren nach Auftreten der ersten Symptome. Nur 10 Prozent der ALS-Patienten leben für 10 oder mehr Jahre nach Krankheitsbeginn.

Betroffen sind insbesondere Menschen zwischen 40 und 70 Jahren und das Durchschnittsalter beträgt 55 Jahre. Im Allgemeinen tritt ALS zu 20 Prozent häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Die Inzidenz von ALS liegt bei zwei Fällen pro 100.000 Menschen und weltweit sind rund 150.000 Fälle bekannt.

Prominenter Patient ist der der Astrophysiker Stephen Hawking (geb. 1942). Bei dem Physiker Stephan Hawking wurde 1963 ALS diagnostiziert. Auch der Maler Jörg Immendorf (+ 2007)  litt an der Krankheit.

Therapien bei ALS

Bis jetzt gibt es nur Therapien, die die Krankheit verlangsamen und die Beschwerden für die Patienten verbessern. Wissenschaftler hoffen aber, dass in Zukunft eine Stammzellentherapie ALS-Patienten helfen kann. Auch die US-Firma Evotec und Harvard Stem Cell Institute treiben gemeinsam ALS-Forschung voran.

In den USA ist die ALS auch bekannt als Motorneuronenerkrankung oder Lou-Gehrig-Syndrom bekannt.

ALS: Krankheit immer öfter in den Medien

Die seltene Krankheit wurde auch in der beliebten Krankenhausserie "Greys Anatomy" thematisiert. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (30) hat sich einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet, um auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen und Spenden für die Forschung zu sammeln.

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ml

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