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Gegen Schwitzflecken sollen viele Deosprays helfen.

Unsichtbares Risiko

Machen Deos mit Aluminium krank?

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Spray, Roller, Stick oder Creme - Deos enthalten oft Aluminium. Die Bundesregierung prüft nun die Gefahren durch Aluminium in kosmetischen Produkten wie Deodorants.

Sie setze sich mit einer entsprechenden Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) auseinander und erörtere gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen, antwortete das Bundesverbraucherministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Das Dokument liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Auch eine zusätzliche Kennzeichnung für betroffene Kosmetika werde zu prüfen sein.

Das Bundesinstitut hatte im Februar bekanntgegeben, dass die menschliche Haut vor allem durch Antitranspirantien nach seiner Berechnung ein Vielfaches dessen an Aluminium aufnehme, was die EU erlaubt.

Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Maisch, forderte die Regierung auf, die Sicherheit von Kosmetika zu garantieren: „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen über mögliche Gesundheitsgefahren informiert werden.“

Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein Leichtmetall und ein natürlicher Bestandteil unserer Erde. Über Nahrungsmittel und Trinkwasser gelangt Aluminium in unseren Körper. Doch auch über Dosen oder Kochtöpfe sowie Verpackungen nehmen wir Aluminium auf. 

Aluminium ist ein Nervengift. Bei gesunden Menschen wird Aluminium über die Nieren ausgeschieden. Bei einer zu hohen Belastung reichert sich das Leichtmetall im Laufe des Lebens vor allem in der Lunge und im Skelettsystem an.

Aluminium im Essen

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm (mg) Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung abgeleitet.

Für einen 60 kg schweren Erwachsenen gilt damit eine sys-temisch verfügbare Dosis von 8,6 μg pro Tag als unbedenklich.

Aluminium im Deo

Doch auch über die Haut kann der Körper Aluminium aufnehmen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nun die geschätzte Aluminiumaufnahme aus Antitranspirantien bewertet. Die errechneten systemischen Aufnahmemengen liegen demnach für die gesunde Haut mit rund 10,5 μg über den 8,6 μg pro Tag.

Die Werte für geschädigte Haut, beispielsweise Verletzungen durch eine Rasur, liegen aber lauf BfR um ein Vielfaches darüber.

Neben aluminiumhaltigen Deos gibt es aber auch andere Kosmetik mit Aluminiumverbindungen, wie beispielsweise Lippenstifte, Zahnpasten, Cremes und Sonnenlotionen.

Alzheimer und Brustkrebs

Ein kausaler Zusammenhang zwischen der erhöhten Aluminiumaufnahme durch Antitranspirantien und der Alzheimer-Krankheit bzw. Brustkrebs konnte, laut dem Bericht der BfR, trotz einer Reihe entsprechender Studien aufgrund der inkonsistenten Datenlage wissenschaftlich bisher nicht belegt werden.

dpa/ml

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