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Analkrebs: Diese sieben Anzeichen sollten Sie auf keinen Fall ignorieren

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Von: Juliane Gutmann

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Der Stuhlgang verrät einiges über die Gesundheit.
Der Stuhlgang verrät einiges über die Gesundheit. © picture alliance / dpa / Jan Woitas

Etliche Krebsarten lassen sich nicht leicht erkennen - doch das Analkarzinom gehört nicht dazu. Es äußert sich durch eindeutige Symptome.

Blutigen Stuhlgang ernst nehmen - und vom Arzt abklären lassen

Ein Analkarzinom kann entweder am Rand des Afters zur Haut hin legen (Analrandkrebs) oder aber an der inneren Afterschleimhaut und in den Enddarm hineinwachsen (Analkanalkrebs). Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge sind folgende Symptome typisch:

Manche dieser Symptome können allerdings auch auf Hämorrhoiden und Analfissuren (Einrisse in der Haut des Analkanals, wo der Enddarm in den After mündet) hinweisen. Eine Untersuchung beim Arzt schafft Klarheit.

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HPV-Infektion begünstigt die Entstehung von Analkrebs

Frauen erkranken zweimal häufiger als Männer an Analkrebs, wie die Deutsche Krebsgesellschaft meldet. Vor allem Geschlechtskrankheiten und chronische Infektionen würden zu den Risikofaktoren für die Entstehung zählen. Häufig ist es eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV-Infektion), die die Entstehung von Analkrebs begünstigt. Diese Viren werden in erster Linie während des Geschlechtsverkehrs übertragen. Eine Infektion zählt auch als Hauptrisikofaktor für Gebärmutterhalskrebs. 

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Impfung gegen humane Papillomviren verhindert Ausbruch von Analkrebs

Analkrebs zählt zu den Krebsarten, die gut behandelbar sind. So leben rund fünf Jahre nach der Diagnose noch 60 bis 90 Prozent der Patienten, wie die TK schreibt. Generell gilt für alle Krebserkrankungen: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. Deshalb empfehlen Fachärzte, Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen.

Im Video: "Desperate Housewives"-Schauspielerin Marcia Cross bezwingt Analkrebs

Um die Gefahr einzudämmen, sich mit HPV-Viren anzustecken - die auch Analkrebs begünstigen - gibt es seit 2007 die Möglichkeit der Impfung. Diese soll bis zu 80 Prozent der Analkarzinome verhindern, wie die Deutsche Krebsgesellschaft meldet - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft wurde.

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jg

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