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Die Kosten für Ärzte, Arzneien und Kliniken sind gestiegen.

Privatversicherte müssen tief in die Tasche greifen

Berlin - Die rund neun Millionen Privatversicherten müssen nach einer AOK-Studie mit explodierenden Beiträgen rechnen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wies die Angaben energisch zurück.

Die Privatversicherer müssen laut der Studie in den kommenden 40 Jahren zusätzlich 2700 Euro Prämie pro Jahr von jedem Mitglied verlangen, um nicht in Finanznot zu geraten, wie das Magazin “Stern“ aus der Studie vorab zitiert. Als Gründe für die angespannte Lage der privaten Krankenversicherung nennt die Studie dem Bericht zufolge steigende Kosten für Ärzte, Arzneien und Kliniken und zu wenig Ertrag aus den Kapitalanlagen wegen niedriger Zinsen. Der AOK-Bundesverband bestätigte die Angaben.

PKV-Verbandssprecher Stefan Reker kritisierte die Studie. “Die AOK selbst bildet keinerlei Vorsorge für die steigende Lebenserwartung und die steigenden Gesundheitsausgaben ihrer Versicherten“, sagte Reker. Die PKV habe fast 150 Milliarden kapitalgedeckte Vorsorge vorzuweisen. Die AOK dagegen habe keine Rücklagen. Zudem sei der AOK-Höchstbeitrag in den vergangenen 40 Jahren stark gestiegen. Die Kosten würden weiter klettern.

Ende April war bereits bekanntgeworden, dass sich die Beiträge für privat Krankenversicherte binnen zehn Jahren fast verdoppelt haben. Nach Angaben der Bundesregierung stiegen die Beiträge in den Jahren 2000 bis 2010 um 74,6 Prozent. Zuvor hatte AOK-Chef Jürgen Graalmann mit der Forderung an die Politik für Aufsehen gesorgt, die PKV in ihrer heutigen Form nicht künstlich am Leben zu erhalten.

dpa

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