Ein Mann sitzt bei Nacht vor seinem Computer und schaut auf den Bildschirm (Symbolbild).
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Wer ist Schichtarbeit arbeitet, kämpft dauerhaft gegen die innere Uhr. Das birgt Gesundheitsrisiken, unter anderem an Asthma zu erkranken (Symbolbild).

Nachtschicht schadet der Gesundheit

Asthma bronchiale: Schichtarbeiter haben ein höheres Risiko zu erkranken

Schichtarbeit schadet der Gesundheit und erhöht das Risiko, an Asthma zu erkranken, wie eine Studie zeigt. Denn wer nachts arbeitet, kämpft immer gegen die innere Uhr.

Oxford – Etwa 20 Prozent der berufstätigen Menschen in Industrieländern arbeitet permanent oder rotierend in Nachtschichten. Schichtarbeit bedeutet aber Stress für den Körper und bringt die innere Uhr, den sogenannten zirkadianen Rhythmus, durcheinander. Eine Forschergruppe aus Großbritannien und den USA hat die Auswirkungen dieses Effekts auf chronisch entzündliche Erkrankungen nun untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und der Entwicklung von mittelschwerem bis schwerem Asthma.*

Für die wissenschaftliche Untersuchung, die in der Fachzeitschrift „Thorax“ veröffentlicht wurde, prüften die Wissenschaftler Daten von 280.000 Probanden der UK Biobank. Erfasst wurden neben Alter, Geschlecht und beruflicher Tätigkeit (Schichtarbeit, Nachtarbeit, Tagesarbeit) auch Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und durch den Arbeitsplatz bedingte weitere Risikofaktoren für Asthma. Dabei zeigt sich: Wer in Nachtarbeit tätig ist, hat ein deutlich höheres Risiko an schwerem Asthma zu erkranken, als Menschen, die tagsüber arbeiten. Jede Form von Schichtarbeit erhöht zudem das Risiko für pfeifende Atemgeräusche (Giemen) sowie für eine verminderte Lungenfunktion. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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