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Durchblick nach Laseroperation: Dr. Karl Auth, Dr. Friedhelm Kehl, Dr. Ulrich Wernhard und Professor Dr. Rolf Effert (von links) sind die Spezialisten im Augen-Laserzentrum Kassel

Laser sorgt für klare Sicht

Sehen ohne Brille und ohne Kontaktlinsen - davon träumen viele Menschen, die wegen einer Fehlsichtigkeit auf solche Hilfsmittel angewiesen sind. Stimmen die Voraussetzungen, können sie sich einer Laserbehandlung am Auge unterziehen und dadurch eine deutliche Verbesserung ihrer Sehleistung erreichen.

 Die Experten am Augenlaserzentrum Kassel (ALK) schauen sich die Interessierten vor einer Operation sehr genau an: „Eine gründliche Voruntersuchung ist der beste Garant für ein gutes Ergebnis,“ sagt Dr. Karl Auth. Gemeinsam mit seinen niedergelassenen Kollegen Dr. Ulrich Wernhard und Dr. Friedhelm Kehl sowie dem Direktor der Augenklinik am Kasseler Klinikum, Professor Dr. Rolf Effert operiert er seit 2002 im Augenlaserzentrum. Normalerweise werden die einfallenden Lichtstrahlen so gebrochen, dass ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht. Die Leistung der Hornhaut in puncto Lichtbrechung ist mehr als doppelt so hoch wie die der Linse. Verändert sich die Hornhautkrümmung, entstehen Fehlsichtigkeiten: Eine zu starke Krümmung bricht die einfallenden Lichtstrahlen stärker, es entsteht ein unscharfes Bild vor der Netzhaut. Unregelmäßigkeiten in der Hornhautkrümmung haben eine unregelmäßige Lichtbrechung zur Folge, auch dann sind die Bilder unscharf. Und eine zu schwache Krümmung macht ein unscharfes Bild hinter der Netzhaut, man spricht von Weitsichtigkeit. Anstatt die Fehlsichtigkeit mit Brille oder Kontaktlinsen zu korrigieren, setzt die Laserbehandlung da an, wo sie entsteht, nämlich an der Hornhaut. Die Lasik-Methode ist besonders schonend und wird im Augen-Laserzentrum am häufigsten angewandt. Zunächst wird dabei ein hauchdünnes Scheibchen der Hornhaut abgelöst und weggeklappt. Durch die entstandene Öffnung trägt der Operateur Gewebe der inneren Hornhaut ab, anschließend wird das Scheibchen wieder aufgesetzt. Wie ein körpereigener Wundverband schließt und schützt es die Stelle des Eingriffs. Dieser dauert wenige Minuten. Die Augen werden mit Tropfen betäubt. Der Patient verspüre möglicherweise ein leichtes Fremdkörpergefühl, habe aber keine Schmerzen, so die Spezialisten. Schon direkt nach der Operation könne er deutlich besser sehen. Korrigiert werden können Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis + 5 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung bis zu +/- 3 Dioptrien. Je nach Art und Ausmaß der Fehlsichtigkeit kann nach OP das Tragen einer Lesebrille nötig sein. Gefährliche Risiken können weitgehend ausgeschlossen werden, wenn nach europäischen Standards gearbeitet wird und nur solche Patienten gelasert werden, die die Kriterien der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft erfüllen. Vor allem muss die Hornhaut dick genug sein. Sie wird vor der Operation exakt vermessen. „Die sorgfältige Untersuchung im Vorfeld ist das Wichtigste“, sagen die Experten. Die Kosten für den Eingriff müssen die Patienten meist selber tragen, aber das gilt ja auch für die Kosten herkömmlicher Sehhilfen.

von Ilona Polk

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