Wer nicht ständig die Brauen färben oder nachschminken will, kann sich diese auch tätowieren lassen – das hält bis zu fünf Jahre.

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Augenmerk auf die Augenbrauen

Wildwuchs wie über den Augen Brooke Shields oder Frieda Kahlo ist out, auch der Bleistift-Strich von Marlene Dietrich. Aber dazwischen ist heute alles erlaubt – nur gepflegt, getrimmt, gebürstet und manchmal sogar gefärbt muss es sein.

Visagisten dulden keine Ausreden mehr: Die Augenbrauen müssen gepflegt sein. Sie gelten in dieser Saison besonders als Augenmerk der Kosmetikbranche. Denn wer wohlgeformte Brauen hat, könne mitunter auf ein betontes Make-up verzichten, sagt der Berliner Star- Visagist René Koch. Die richtige Passform der Brauen sei daher mit einem guten Haarschnitt vergleichbar.

Was Visagistenen meinen:

Bei wohlgeformten Auggenbrauen kann mannauf ein betontes Maake-up verzichtten.

Das Styling beginnt mit dem Blick in den Spiegel. „Im Grunde muss man sich erst mal nur die natürliche Form angucken und diese ein wenig in Form zupfen“, sagt Koch. Form-Techniken können dabei helfen: Man legt etwa einen Stift senkrecht entlang des Nasenflügels bis zur Stirn und einen zweiten vom Nasenflügel über den rechten äußersten Punkt des Auges. Alles, was nicht im Bereich der zwei Stifte ist, gehört gezupft, so der Ratschlag. Es gibt auch Schablonen im Handel.

Wer sich damit schwertut, muss den Profi ranlassen: „Am besten geht man zu einer Kosmetikerin, die eine Grundform in die Augenbrauen bringt“, rät Filiz Christoph-Atas, Inhaberin von Adam & Eve Beautylounge in Hamburg. Danach kann man selbst nachzupfen.

Beim Zupfen ist gutes Licht das A und O, damit man die feinen und störenden Härchen überhaupt entdeckt. Wer kein helles Badlicht hat, kann auch einen Spiegel ans Fenster stellen. „Inzwischen gibt es ja sogar Leuchtpinzetten mit kleinen LED-Lämpchen“, sagt Koch.

Damit die Prozedur nicht schmerzt, sollten die Stellen vorher mit einem kalten Teelöffel gekühlt werden. „Dadurch stellen sich die Härchen auf, was das Zupfen leichter macht“, erklärt Koch. Mit der Pinzette wird in Haarwuchsrichtung gezogen und auch immer die Haare am unterem Rand der Braue rausgeholt. Nie die Härchen von oberhalb wegzupfen, raten Experten. Denn sonst erscheine die Braue dünner.

Zupfen ist nicht die einzige Technik, um ungeliebte Härchen über den Augen loszuwerden. „Man kann die Brauen auch mit Warmwachs epilieren“, sagt Monika Ferdinand vom Bundesverband Deutscher KosmetikerInnen. Auch die Fadentechnik werde immer beliebter – wobei diese für den Hausgebrauch recht kompliziert ist, viele Kosmetiker beherrschen sie aber. „Das ist wohl die älteste Form, mit der Frauen in Asien schon vor Jahrhunderten ihre Augenbrauen modelliert haben“, sagt Christoph-Atas. Mit verzwirbelten Baumwollfäden lassen sich die Härchen akkurat herausreißen.

Auch auf die Farbe kommt es an: „Hierzulande haben viele Frauen sehr helle Brauen und gerade nach außen hin kaum noch Härchen“, sagt Koch. Friseure oder Kosmetiker färben die Brauen, man kann auch selbst zur speziellen Brauenfarbe greifen. Jedoch sollte die Farbe nicht zu dunkel sein.

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