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Bei Herzrhythmusstörungen sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Foto: Soeren Stache

Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen oft ungefährlich

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wenn das Herz plötzlich einen Satz macht, kriegen die meisten Menschen Angst. Dabei sind Schwankungen der Herzfrequenz normal: Ob sie krankhaft sind und behandelt werden müssen, sollten Betroffene mit einem Arzt abklären.

Herzrhythmusstörungen sind nicht zwangläufig gefährlich. So gibt es harmlose Rhythmusstörungen, die quasi als Fehlzündungen des normalen Herzens angesehen werden können, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Allerdings können die Rhythmusstörungen auch durch Erkrankungen hervorgerufen werden, etwa als Folge einer Herzkrankheit oder einer Schilddrüsenüberfunktion. Eine Behandlung ist zum Beispiel dann nötig, wenn die Störung zu einem Schlaganfall führen könnte, die Gefahr eines plötzlichen Herztods droht, sie sich auf die Leistungsfähigkeit des Betroffenen auswirkt oder ihn durch Schwindelanfälle oder ausgeprägtes Unwohlsein belastet.

Eine normale Herzfrequenz beträgt zwischen 60 und 90 Schlägen pro Minute. Bei seelischer oder körperlicher Belastung steigt diese Zahl an, zum Beispiel auf 160 bis 180 Schläge pro Minute. Nachts dagegen kann die Frequenz auch niedriger sein als die Normalwerte: Sie liegt dann bei vielen Menschen zwischen 45 und 55 Schlägen pro Minute. Bei Leistungssportlern ist sogar möglich, dass sie auf 30 bis 35 Schläge absinkt. Krankhaft ist, wenn der Puls von der Normalfrequenz auf sehr hohe oder sehr niedrige Werte schlagartig umspringt.

Um die eigene Herzfrequenz zu messen, sollte man zunächst fünf Minuten ruhig sitzen. Mit dem Zeige- und Mittelfinger der einen Hand sucht man die Arterie an der Innenseite des Unterarms auf der anderen Seite. Die beste Stelle zum Messen ist unter dem Daumenballen. 30 Sekunden zählt man die Schläge mit und verdoppelt anschließend das Ergebnis. Dabei lassen sich auch Unregelmäßigkeiten des Pulses feststellen, so die Deutsche Herzstiftung.

Um Herzrhythmusstörungen zu behandeln, stehen unterschiedliche Methoden zur Wahl: Zum Teil lassen sie sich mit Medikamenten kontrollieren. Eine andere Möglichkeit bei langsamen Herzrhythmusstörungen ist ein Herzschrittmacher.

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