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Wer öfters mit Blähungen und seinen übelriechenden Folgen zu kämpfen hat, der sollte seine Ernährung besser überdenken.

Gesund Ernährung?

Darum stinken manche Fürze schlimmer als andere

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Sie stinken, sind laut und machen sogar einem Stinktier Konkurrenz: Manche Fürze riechen richtig eklig. Doch woran liegt das? Und was kann ich dagegen tun?

Wer schon einmal in der Öffentlichkeit pupsen musste, wäre am liebsten mit hochrotem Kopf im Erdboden versunken. Doch besonders peinlich ist es, wenn dieser nicht nur lautstark ist, sodass ihn jeder in der unmittelbaren Umgebung hören kann – sondern auch noch stinkt. So, als ob gerade ein Stinktier mit seinem speziellen Odeur die Luft beglückt.

Gestank nach Pups: Bakterien stecken dahinter

Doch woran liegt das eigentlich, dass manche Fürze leise entweichen und kaum riechen – und andere, als ob etwas mit dem Körper nicht stimmt? Muss man sich dann etwa Sorgen machen?

Im Gegenteil, schließlich ist es nur natürlich, dass wir überhaupt pupsen. So soll jeder Mensch laut express.de etwa einen Liter Luft täglich pupsen. Der Grund dafür: Wir schlucken oftmals mit der Nahrung auch Luft – und da der Körper mit ihr nichts anfangen kann, wird sie wieder ausgestoßen. Außerdem entstehen bei der Verdauung der Nahrung im Darm Gase, die ebenfalls wieder raus müssen. Wenn sich diese dann staut, sind Blähungen oftmals die Folge.

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Falls der Pups dann allerdings beim Entweichen stinkt, dann liegt es an den kleinen Darmbakterien, die unsere Nahrung zersetzen. Bei diesem Prozess produzieren Sie ebenjene Gase, darunter auch Schwefel-Wasserstoff. Wer schon einmal in den Genuss eines Jod-Schwefelbads gekommen ist, der weiß genau, wie besonders verfaulte Eier riechen.

Etwas riecht faul? Ihre Verdauung könnte daran schuld sein

Doch keine Angst, Sie verfaulen nicht innerlich – stattdessen ist ein kräftiger Pups mit würzigem Duft ein wichtiges Zeichen. Es bedeutet nämlich, dass ihr Verdauungssystem gut arbeitet. Das behauptet jedenfalls der renommierte Gastroenterologe Dr. Myron Brand gegenüber dem US-Portal "Thrillist".

"Gestank an sich ist nicht schlimm, es ist eine Folge von dem, was Sie essen und was Bakterien in Ihrem Darm leisten", so Brand. "Fauler Gestank bedeutet dagegen, dass die konsumierten Kohlenhydrate verdaut werden. Es ist ein Gärungsprozess", erklärt der Experte.

Wer sich gesund ernährt, muss mehr pupsen

Das Ironische daran: Je gesünder die Ernährung – desto schlimmer ist der Gestank. Das heißt: Wer viele ballaststoff- und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Quinoa oder grünes Gemüse in seinen täglichen Speiseplan einbaut, der muss auch mehr pupsen. Andere schwefelhaltige Nahrungsmittel wie Fleisch, Milch und Bohnen sorgen ebenfalls für ein unangenehmes Lüftchen.

Dagegen soll eine Kost mit vielen Proteinen vorbeugend wirken. "Eiweiße verursachen nicht viel Gas, Kohlenhydrate dagegen schon", so Brand. "Nur wenn Sie viel zu oft pupsen, ist es ein Zeichen dafür, dass Sie eine schlechte Verdauung haben und Kohlenhydrate nicht richtig verarbeiten können." Grundsätzlich gilt, dass eine gesunde Person im Durchschnitt etwa zehn bis 20 Mal am Tag pupsen muss.

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Von Jasmin Pospiech

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