+
Wärmflaschen und Co. sind zwar kuschelig warm, trotzdem ist Vorsicht geboten: Bleiben sie zu lange auf dem Körper liegen, können sie der Haut schaden. Foto: Jens Kalaene

Bei Heizdecken und Wärmflaschen Hautschäden vorbeugen

Draußen herrscht klirrende Kälte - da kuschelt man sich gerne ins warme Bett. Eine Heizdecke auf der Matratze macht die Sache noch ein bisschen kuscheliger. Man sollte es aber nicht übertreiben - die Folgen können unangenehm sein.

Berlin (dpa/tmn) - Bei Minusgraden klingt eine Heizdecke oder Wärmflasche im Bett verlockend. Zu lange verwendet man sie aber besser nicht. Sonst kann das zu Rötungen und braunen Stellen auf der Haut führen. Darauf weist die Hautärztin Uta Schlossberger vom Berufsverband der Dermatologen hin.

43 bis 47 Grad sei ein Bereich, den viele noch als "angenehm" bis "gerade noch erträglich" empfinden. Diese Temperaturen können dennoch schädlich sein, wenn die Haut ihnen für mehrere Stunden - etwa während des Schlafs - ausgesetzt ist. Hautärzte sprechen dann von einem Erythem.

Rötungen schmerzen meist nicht und verschwinden auch vollständig wieder, erläutert Schlossberger. Manche Patienten berichteten aber von einem milden Juckreiz oder einem brennenden Gefühl. Etwas schlimmer sei es, wenn sich die Stellen bräunlich verfärben. Das geht dann laut Schlossberger nicht mehr weg, außerdem bilden sich zusätzliche kleine Besenreiser. "Die Haut schuppt und schrumpelt."

Reizt man seine Haut dauerhaft auf diese Art, könne daraus theoretisch sogar Hautkrebs entstehen. Aber keine Panik: Das passiere erst nach 20 bis 30 Jahren schlafen auf der Heizdecke. Meist blieben die Hautschäden harmlos.

Besonders vorsichtig muss man bei Kindern und Babys sein. Deren Haut ist empfindlicher. Schlossberger rät deshalb, die Wärmflasche fürs Baby am besten mit Wasser direkt aus der Leitung zu befüllen. "Es sollte nicht mehr als 40 Grad warm sein. Außerdem sollte die Wärmflasche mit einem Tuch umwickelt werden."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So erkennt man gute Pflegeberatung
Die Einsicht, dass ein Mensch pflegebedürftig wird, kann schnell belastend werden. Daher ist es sinnvoll, sich kostenlos beraten zu lassen. Für die Qualität der …
So erkennt man gute Pflegeberatung
Ziehen oder veröden: Besenreiser und Krampfadern loswerden
Sichtbare Äderchen an den Beinen sehen unschön aus, müssen aber nicht gefährlich sein. Wie unterscheidet man die harmlosen von den behandlungsbedürftigen? Und was tun …
Ziehen oder veröden: Besenreiser und Krampfadern loswerden
Zecken-Alarm: Dieses Lebensmittel ist mit FSME-Viren infiziert
Sie sind lästig, fast überall und richten gesundheitlichen Schaden an: Zecken übertragen FSME. Die Viren werden aber auch durch ein Lebensmittel übertragen.
Zecken-Alarm: Dieses Lebensmittel ist mit FSME-Viren infiziert
Reform: 80 000 Menschen erhalten zusätzlich Pflegeleistungen
Darauf haben viele Menschen gewartet, die allein nicht zurecht kommen. Seit Jahresbeginn können sie mehr Hilfe aus der Pflegeversicherung erhalten. Zehntausendfach haben …
Reform: 80 000 Menschen erhalten zusätzlich Pflegeleistungen

Kommentare