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Wenn Kinder Fieberkrämpfe haben, dürfen Eltern sie nicht schütteln. Foto: Andrea Warnecke

Klingt folgenlos ab

Beim Fieberkrampf des Kindes Ruhe bewahren

In brenzligen Situationen gilt es, Ruhe zu bewahren. Diese Regel sollten Eltern auch bei Fieberkrämpfen ihres Kindes beherzigen. Eines aber dürfen sie auf keinen Fall tun.

Köln (dpa/tmn) - Das Kind zuckt und krampft, es wird blass, die Lippen blau: Ein Fieberkrampf kann sehr bedrohlich aussehen. Trotzdem sollten Eltern versuchen, ruhig zu bleiben, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Tritt so ein Krampf zum ersten Mal auf, sollten sie unter der Nummer 112 den Notarzt rufen. Bis der Arzt da ist, können sie das Kind nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen. Sie dürfen es keinesfalls schütteln. Eltern sollten wissen, dass ein einfacher Fieberkrampf in der Regel nur Sekunden bis maximal 15 Minuten dauert - und folgenlos abklingt. Nach ein bis zwei Stunden habe sich das Kind meist vollständig erholt.

Komplizierte Fieberkrämpfe, die länger dauern, kämen nur selten vor, betonen die Kinderärzte. Äußerst selten sei auch ein Fieberkrampf aufgrund einer Hirnhautentzündung. Um diese ernsthafte Erkrankung auszuschließen, sollte das Kind nach einem Fieberkrampf dennoch ärztlich untersucht werden.

Einfache Fieberkrämpfe treten typischerweise in einem Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren auf. Meist beginnen die Kinder bei einer Körpertemperatur von mehr als 38 Grad zu krampfen, vor allem bei schnell steigendem Fieber. Einfache Fieberkrämpfe kommen zum Beispiel bei Magen-Darm-Infekten, Infekten der oberen Atemwege, bei der echten Grippe und dem sogenannten Drei-Tage-Fieber vor.

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