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Damit nach einem Schicksalsschlag keine Posttraumatische Belastungsstörung auftritt, sollten Betroffene rechtzeitig einen Psychotherapeuten aufsuchen. Foto: Mascha Brichta

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Belastungsstörung nach Schicksalsschlag vermeiden

Einschneidende Ereignisse haben für die Psyche eines Menschen oft schwere Folgen. Ein strukturierter Tagesablauf kann Betroffenen helfen, die Krise zu bewältigen. Treten aber weiterhin Alpträume oder Flashbacks auf, sollte eine Psychotherapie erfolgen.

Krefeld (dpa/tmn) - Schicksalsschläge, Unfälle oder Gewalterfahrungen können Menschen zumindest kurzfristig aus der Bahn werfen. Direkt nach einem solchen Erlebnis stelle sich häufig eine Belastungsreaktion ein, erläutert der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN).

Sie zeigt sich zum Beispiel durch Desorientierung, Unruhe oder Hyperaktivität. Viele können nicht in Worte fassen, was geschehen ist. Idealerweise werden Betroffene noch vor Ort im Rahmen einer psychologischen Krisenintervention versorgt.

Anschließend können Betroffene auch selbst dazu beitragen, die Situation besser zu bewältigen. Es sei zum Beispiel sinnvoll, den gewohnten Tagesablauf beizubehalten oder wieder aufzunehmen. Mit anderen über das Erlebte zu sprechen, helfe vielen ebenfalls.

Allein sein sollten Betroffene möglichst nicht. Entspannungsübungen oder körperliche Aktivität helfen, Spannung abzubauen. Verzichten sollten Betroffene weitgehend auf Alkohol, raten die Psychiater. Auch wenn der Mensch eigene Kräfte zur Selbstheilung mobilisieren kann, sei es manchmal sinnvoll, sich in den ersten Wochen psychologisch begleiten zu lassen.

Durchleben Betroffene auch mehr als vier Wochen später das Ereignis immer wieder - man nennt das Nachhallerinnerung oder Flashback - oder plagen sie nach wie vor Alpträume, sollten sie sich an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wenden. Denn aus einer akuten Belastungsreaktion kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Dabei handelt es sich um eine schwere psychische Erkrankung. Auch sie ist jedoch mittels einer traumafokussierten Psychotherapie sowie gegebenenfalls mit Medikamenten behandelbar.

www.psychiater-im-netz.org

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