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Wer an Burnout leidet, hat es schwer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Berufsunfähigkeit: Keine Versicherung bei Burnout

Neudorf - Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wer allerdings an psychischen Erkrankung wie Burnout leidet, hat es schwer.

Laut der Verbraucherzentrale Bremen ist die BU-Versicherung insbesondere für Arbeitnehmer wichtig, die nach dem 2.1.1961 geboren wurden. Denn sie hätten bei Verlust ihrer Arbeitskraft - wenn überhaupt - nur noch Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die kaum zum Leben reiche.

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Der Abschluss einer BU-Versicherung ist allerdings mit zahlreichen Hindernissen gespickt, berichtet BUForum24. "Ganz besonders achten die Gesellschaften auf psychische Vorerkrankungen", verrät Helge Kühl, Versicherungsmakler und Spezialist für Berufsunfähigkeitsversicherungen. Grund: Fast ein Drittel der Versicherungsfälle gingen auf das Konto dieser Leiden, die vom Burnout-Syndrom bis zur Depression reichen.

"Wer den Versicherungsantrag ausfüllt, muss seinen Gesundheitszustand wahrheitsgemäß angeben, auch eine laufende Psychotherapie", sagt Kühl. Doch damit katapultierte sich der Antragsteller sofort ins Aus: "Derzeit gibt es keine Möglichkeit, bei einer aktuell behandelten psychischen Erkrankung eine BU-Versicherung abzuschließen! Hier sind dann gute Alternativen gefragt, die jedoch im Einzelfall geprüft werden müssen." Besser sehe es aus, wenn die Therapie bereits erfolgreich abgeschlossen wurde. "Das erfordert allerdings Verhandlungsgeschick - und eine anonymisierte Risikovoranfrage."

Diese Risikovoranfrage dient normalerweise dazu, den günstigsten Versicherer herauszufinden. Dazu werden verschiedene Gesellschaften angeschrieben, mitsamt der persönlichen Gesundheitsauskunft. "Was viele Antragsteller nicht wissen: Ein herkömmlicher Versicherungsantrag wandert meist automatisch in eine zentrale Datei, auf die alle Versicherer Zugriff haben", verrät Kühl. "Wurde man von Gesellschaft X abgelehnt, hat es meist keine große Aussicht auf Erfolg, sich an Gesellschaft Y zu wenden. In der so genannten HIS-Datei besitzt man bereits einen ‚roten Reiter'." Entgehen könne man dem Eintrag nur durch die anonymisierte Anfrage, dies erfordere allerdings tiefer gehende Kenntnisse im "Versicherungsdschungel". "Gerade bei psychischen Erkrankungen lauern viele Fallstricke bei der Antragsstellung", sagt Kühl. "Wer hier aus Unkenntnis die falschen Maßnahmen einleitet, setzt unter Umständen seine Zukunft aufs Spiel."

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