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Eltern sollten bettnässende Kinder nicht ausschimpfen oder bestrafen.

Bettnässende Kinder nicht ausschimpfen

Berlin - Eltern sollten bettnässende Kinder nicht ausschimpfen oder bestrafen. Denn kaum ein Kind macht dies freiwillig. Viel wichtiger ist es, der Ursache auf den Grund zu gehen.

“Kinder, die einnässen, müssen motiviert und ermutigt werden, dieses Problem zu bewältigen“, rät Frank Häßler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin. “Strafen oder Beschimpfungen erhöhen den Druck auf das Kind und können sein Selbstbewusstsein beeinträchtigen.“
In den meisten Fällen handelt es sich beim nächtlichen Einnässen um eine harmlose Reifungsverzögerung. Aber auch seelische Belastungen können die Ursache sein. “Wenn Kinder, die bereits trocken waren, wieder einnässen, können tiefgreifende Veränderungen in der Umgebung des Kindes, wie eine Trennung der Eltern, der Verlust von Angehörigen oder auch die Geburt eines Geschwisterkindes diesen Entwicklungsrückschritt auslösen“, erklärt der Experte.

Eine Behandlungsmöglichkeit ist dann eine Verhaltenstherapie mit einem Klingelgerät, welches beim Einnässen ertönt und das Kind weckt, damit es auf Toilette gehen kann. Bewährt hat sich ebenso eine Kontinenz-Schulung, die Kindern dabei hilft, beispielsweise durch eine bessere Körperwahrnehmung die Ausscheidungsstörung zu überwinden.
Bettnässen gehört zu den häufigsten Problemen des Kindesalters. So nässen etwa 10 Prozent der Siebenjährigen und ein bis zwei Prozent der Jugendlichen nachts ein.

(www.kinderpsychiater-im-netz.de)

dapd

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