Depressionen: Sport hilft als Schutz

Basel - Bewegung hilft Körper und auch dem Geist. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, das schon ein bisschen Sport einen positiven Effekt bei Depressionen haben.

Durch Bewegung können Frauen mit früheren Depressionen neue Stressfaktoren besser bewältigen. Bereits leichte körperliche Aktivität könne gegen weitere depressive Episoden vorbeugen, haben Psychologen der Universität Basel herausgefunden. Ihre Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Abnormal Psychology“ veröffentlicht.

Bei Depressionen erleben die Betroffenen häufig mehr Stressfaktoren und reagieren zugleich stärker darauf. Dadurch würden sie wiederum anfälliger für weitere depressive Episoden. Mehr als 80 Prozent der vorbelasteten Menschen machten noch mindestens eine weitere durch, heißt es.

Am Baseler Experiment nahmen 80 Probandinnen teil. 40 von ihnen hatten eine Depression hinter sich, die anderen 40 nicht. Jeweils die Hälfte der beiden Gruppen saß eine Viertelstunde lang auf einem Hometrainer, während die andere Hälfte Zeitschriften las. Dann wurden alle Teilnehmerinnen durch zwei sehr traurige Filmausschnitte emotional gestresst.

Die Frauen ohne Vorbelastung - egal, ob auf Hometrainer oder mit Zeitschrift - zeigten einen starken negativen Affekt nach dem ersten Filmausschnitt und eine geringere Reaktion auf den zweiten. Die Probandinnen, die bereits eine Depression durchlebt hatten und Zeitschriften lasen, berichteten dagegen von einem starken negativen Affekt nach dem ersten Filmausschnitt, der nach dem zweiten noch stärker wurde. Die vorbelasteten Frauen auf dem Hometrainer zeigten nach dem ersten Filmausschnitt zwar ebenfalls einen stark erhöhten negativen Affekt, dann aber eine deutlich schwächere Reaktion auf den zweiten.

dapd

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