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Diagnose Blasenentzündung: Bakterien tummeln sich im Urin (Archivbild).

Blasenentzündung - Viel trinken hilft

Berlin - Viele Leute sind von Blasenentzündung betroffen. Und die kann im Alltag ganz schön lästig werden. Doch es gibt Mittel und Wege einer Blasenentzündung vorzubeugen.

Infektionen der Harnblase sind nicht nur lästig, weil sie ein Brennen beim Wasserlassen verursachen und zu häufigem Harndrang führen. Unbehandelt kann eine Blasenentzündung sogar bis in die Niere aufsteigen. “Bei einer Blasenentzündung sollte man mindestens zwei Liter am Tag trinken - auch wenn das Wasserlassen zunächst schmerzhaft ist“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin. “Mit dem Harn werden Bakterien aus der Blase herausgespült.“

Viele Patienten berichten Sellerberg zufolge von positiven Erfahrungen mit Blasen- und Nierentees, die zum Beispiel Bärentraubenblätter, Birkenblätter oder Schachtelhalmkraut enthalten. Auch Wärme tut gut. Unkomplizierte Harnwegsinfekte sind für Frauen normalerweise ungefährlich. Halten die Beschwerden aber länger als fünf Tage an, ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Ein Alarmzeichen ist, wenn der Harn durch Blut rot gefärbt ist. Blasenentzündungen bei Männern oder Kindern sollten immer ärztlich behandelt werden.

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Der Arzt kann eine Blasenentzündung mit rezeptpflichtigen Antibiotika behandeln, die in der Regel nur wenige Tage lang eingenommen werden. “Das Antibiotikum sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt aber nicht vorzeitig abgesetzt werden, denn dies kann zu resistenten Erregern führen“, erläutert Sellerberg. Treten während der Behandlung Komplikationen wie Fieber, ein starkes Krankheitsgefühl oder Schmerzen in der Nierengegend auf, sollten Patienten erneut mit dem Arzt sprechen. Denn dann besteht Verdacht auf eine Entzündung der oberen Harnwege.

Frauen leiden häufiger unter Blasenentzündungen, weil durch die kürzere Harnröhre die Erreger leichter bis in die Blase aufsteigen können als bei Männern. Das Risiko steigt auch durch hormonelle Umstellungen, etwa in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, oder durch den Gebrauch von Intimwaschlotionen und Verhütungscremes. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, sollten Frauen unmittelbar nach dem Sex die Toilette aufsuchen und so die Harnröhre durchspülen.

Einer Blasenentzündung vermeiden lässt sich auch, indem nach dem Schwimmen schnell die nassen Sachen ausgezogen werden. Denn trocknet die nasse Kleidung auf der Haut, entsteht durch die Verdunstung Kälte - und das erhöht das Risiko einer Blasenentzündung, erläutert die Apothekerin. Aus dem gleichen Grund sollte man sich nicht auf kalte Steine setzen.

dpa

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