Wenn der rechte Unterbauch schmerzt, könnte eine gefährliche Blinddarmentzündung dahinter stecken.
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Wenn der rechte Unterbauch schmerzt, könnte eine gefährliche Blinddarmentzündung dahinter stecken.

Blinddarmdurchbruch verhindern

Ist es der Blinddarm? Diesen Schmerz sollten Sie ernst nehmen

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Unsägliche Schmerzen, die lebensgefährlich werden können: Mit einer Blinddarmentzündung ist nicht zu spaßen. Diese Anzeichen sollten Sie erkennen.

Bei einer Blinddarmentzündung darf man nicht zögern: Der Weg muss sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus führen. Die Krankheit muss schnellstmöglich behandelt werden - sonst drohen ernsthafte Komplikationen. So kann ein entzündeter Blinddarm (Appendizitis) dazu führen, dass der Wurmfortsatz (das Anhängsel des Blinddarms) durchbricht. Infolge gelangen Bakterien und auch Darminhalt in die Bauchhöhle, was eine Bauchfellentzündung zur Folge haben kann. Und auch das Risiko von Abszessen im Bauchraum steigt, wenn die Blinddarmentzündung nicht schnell therapiert wird - was ebenfalls Lebensgefahr bedeuten kann.

Schmerzen bis Appetitlosigkeit bei Blinddarmentzündung

Daher ist es essentiell wichtig, die Symptome einer Blinddarmentzündung schnell zu deuten. Typisch für eine Appendizitis sind folgende Beschwerden:

  • Zu Beginn Bauchschmerzen um den Bauchnabel herum oder in der Magengegend
  • Schmerzen wandern im fortgeschrittenen Stadium in den rechten Unterbauch und werden stärker
  • ungewöhnlich angespannte Bauchdecke
  • extreme Schmerzempfindlichkeit im Bauchraum
  • Fieber
  • Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit
  • eingeschränkte Darmtätigkeit

Bei diesen Anzeichen sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. In vielen Fällen klingt eine Blinddarmentzündung zwar von selbst oder durch die Einnahme von Antibiotika wieder ab, in manchen Fällen muss allerdings sofort operiert werden, damit es nicht zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einem Blinddarmdurchbruch kommt.  

Mehr zum Thema: Blinddarm hat doch eine Funktion - aber keine gute.

OP reduziert Risiko eines Blinddarmdurchbruchs

In den meisten Fällen wird dann der Wurmfortsatz operativ entfernt. Üblicherweise passiert das in den ersten ein bis zwei Tagen, um das Risiko eines Blinddarmdurchbruchs so gut es geht zu minimieren, wie die Apotheken Umschau meldet. Ist die Entzündung bereits weit fortgeschritten, wird der Patient in der Regel erst durch eine Antibiotikatherapie und Flüssigkeitsgabe stabilisiert und erst dann operiert. Die Blinddarm-OP ist eine der häufigste Bauchoperationen, die in der Regel mit einem bis zu fünftägigen Kankenhausaufenthalt verbunden ist.

Im Video: So unterscheiden Sie Blinddarmentzündung von Verstopfung

Wie kommt es zu einer Blinddarmentzündung?

In vielen Fällen ist nicht eindeutig klar, welche Ursache hinter einer Blinddarmentzündung steckt, wie die Techniker Krankenkasse berichtet. Doch es gibt verschiedene Auslöser, die in Frage kommen:

  • Verstopfen Stuhlreste den Wurmfortsatz, können sich im Kot enthaltene Bakterien vermehren und eine Entzündung begünstigen. Auch ein abgeknickter Wurmfortsatz, Fremdkörper wie Obstkerne oder narbige Verengungen können zur Folge haben, dass sich Stuhl anstaut.
  • Auch Darmparasiten können eine Blinddarmentzündung auslösen.
  • Ebenfalls gelten Tumore als mögliche Auslöser von Entzündungen im Blinddarm.

Die oben genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zum Arzt. Nur dieser kann die notwendigen Untersuchungen anstellen, um eine Blinddarmentzündung zu diagnostizieren und eine geeignete Therapie einleiten.

Lesen Sie auch: Verdauung in Ordnung bringen: Vier Schritte für eine gesündere Darmflora.

jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

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