Anleitung für Anfänger

Meditation senkt nachweislich Bluthochdruck: So einfach lernen Sie meditieren – in acht Schritten

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Stress begünstigt Übergewicht und Bluthochdruck. Einfache Entspannungsverfahren wie Meditation helfen Ihnen beim Relaxen. Mit folgender Anleitung gelingt das Meditieren.

Unter Meditation versteht man Geistesübungen, die in verschiedenen Traditionen und Glaubensrichtungen wie dem Buddhismus seit Jahrtausenden überliefert sind. Es geht dabei darum, durch Konzentrationsübungen tiefe Entspannung zu erreichen. Es gibt auch Berichte über Menschen, die durch Meditation veränderte Bewusstseinszustände erreichen können. Ziel der Meditation soll sein, innere Stille zu erreichen – das Freisein von jeglichen Gedanken.

Entspannungsübungen wie Meditation spielen mittlerweile auch in der Schulmedizin eine wichtige Rolle. So ist vielen Medizinern, die einen ganzheitlichen Ansatz vertreten, bewusst, dass Praktiken wie Meditation oder Autogenes Training enormen Einfluss auf das körperliche Befinden haben können. So konnten Mediziner der Uni Würzburg bereits im Jahr 2005 eine blutdrucksenkende Wirkung durch Meditieren und spirituelle Atemtechniken nachweisen, wie die Deutsche Apotheker Zeitung informiert.

Mehr zu diesem Thema: Richtig atmen: Mit der 4/7/11-Regel den Blutdruck nachweislich senken.

Meditation soll Körper und Geist entspannen.

Einfaches Meditieren: Anleitung in acht Schritten

Vor allem für Anfänger ist es meist nicht einfach, längere Zeit einfach ruhig zu verharren. Oftmals schießen einem bereits nach wenigen Sekunden Ruhe viele Gedanken durch den Kopf, wie etwa die nächsten To-Dos des Tages. Doch mit etwas Geduld und Übung lassen sich derartige Gedanken aussperren. Die Schweizer Krankenversicherungsagentur Helsana rät, bei einer Meditation immer gleich vorzugehen. Der Körper würde so leichter den Zustand der Ruhe verinnerlichen und automatisieren. Diese Meditations-Anleitung in acht Schritten hilft Ihnen dabei: 

  • Wählen Sie einen ruhigen Ort: Umgebungslärm, Handy-Töne und Unruhe durch andere verhindern, dass Sie entspannt loslassen können.
  • Tragen Sie warme und bequeme Kleidung: Auch wenn Sie frieren oder sich unwohl fühlen in zu engen Hosen, wird es schwer, sich auf die Mediation einzulassen.
  • Die richtige Sitzposition finden: Bei einer Meditation können Sie auf dem Boden oder auf einem Stuhl sitzen, stehen oder liegen – egal welche Position Sie wählen, Sie müssen sich wohl fühlen dabei und dürfen auch nach längerer Zeit keine Schmerzen etwa in den Knien bekommen. Viele verwenden ein kleines Kissen, auf das sie sich setzen.
  • Sich aufrecht hinsetzen: Bei der Meditation ist es wichtig, die Wirbelsäule aufzurichten und das Kinn leicht in Richtung Brust zu senken. Die Schultern bleiben locker und fallen leicht nach hinten. Ihre Hände legen Sie unverkrampft auf den Knien oder den Oberschenkeln ab.
  • Langsam die Meditationszeit steigern: Stellen Sie sich am besten einen Wecker und steigern Sie langsam die Minuten. Die Zeit der Meditation kann variiert werden, je nachdem, wie lange es Ihnen gut tut.
  • Fokus auf die Atmung lenken: Die Atmung dient in der Meditation als Hilfsmittel, um den unruhigen Geist zu stabilisieren und sich zu beruhigen, so die Krankenversicherungsagentur Helsana. Wer seine Aufmerksamkeit auf die Atmung lenkt, erhöht die Chancen, gedanklich im Hier und Jetzt zu bleiben. Alternativ können Sie Ihren Fokus langsam von Körperteil zu Körperteil lenken und die muskuläre Spannung in jeder Körperregion lösen. Nach der Reise durch alle Körperregionen breiten Sie die Wahrnehmung aus auf den ganzen Körper. Versuchen Sie loszulassen und hineinzuspüren, welche Reaktionen sich einstellen, so Helsana.
  • Gedanken ausschalten: Lassen Sie aufkommende Gedanken an sich vorbeiziehen, bleiben Sie nicht an ihnen hängen. Manchen hilft die Vorstellung, Gedanken einfach zu akzeptieren und diese wie Wolken am Himmel vorüberziehen zu lassen.
  • Die Meditation beenden: Tauchen Sie langsam wieder aus der Meditation auf, strecken Sie sich und atmen Sie tief durch. Auch das Trinken einer Tasse Tee eignet sich für den Meditations-Abschluss.

(jg)

Mehr Quellen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/

Weiterlesen: Wer lange leben will, sollte diese eine Sache tun - sie hat nichts mit Sport und Ernährung zu tun.

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