Viele Pflegecremes enthalten Konservierungsmittel - einer soll vor allem für ungeborene Babys riskant sein.
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Viele Pflegecremes enthalten Konservierungsmittel - einer soll vor allem für ungeborene Babys riskant sein.

Unverschuldet dick?

Übergewicht durch Kosmetik: Diese Cremes sollen dick machen

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Falsche Ernährung, zu wenig Sport: Diese Dickmacher kennt jeder. Doch es gibt auch andere Faktoren, die dick machen können: Forscher entlarven jetzt einen Stoff in Pflegeprodukten.

  • Pflegeprodukte können auch gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten.
  • Es gilt: Je natürlicher die Inhaltsstoffe und je kürzer die Liste an enthaltenen Substanzen, desto hautfreundlicher sind Kosmetika.
  • Ein Konservierungsmittel soll Übergewicht beim Nachwuchs fördern.

Sie verwenden täglich Bodylotion, Tagescreme und Deo? Dann sollten Sie deren Inhaltsstoffe mal unter die Lupe nehmen. Manche stehen nämlich nicht nur in Verdacht, krebserregende Wirkung zu entfalten, sondern können auch dick machen. Zu diesen Schluss kommen Forscher des Helmholtz-Zentrums in Leipzig.

Parabene gelten als hormonell wirksam - vor allem Schwangere sollten vorsichtig sein

Ihre im Fachmagazin "nature communications" veröffentlichte Studie kam zu einem erschreckenden Ergebnis: So könnten parabenhaltige Kosmetika, die Schwangere anwenden, erheblichen Einfluss auf das spätere Gewicht des noch Ungeborenen haben. Parabene finden in vielen Pflegeprodukten wie Cremes und Duschgelen als Konservierungsmittel Anwendung. In hohen Dosen können Parabene* den Hormonhaushalt negativ beeinflussen und auch ein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und der Aufnahme von Parabenen wird diskutiert. Jedoch wurde ein solcher bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Parabene können als Methylparaben, Propylparaben und Butylparaben in Kosmetik vorkommen und entfalten antibakterielle Wirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun gemeinsam mit der Universität Leipzig, der Charité und dem Berlin Institute of Health (BIH) die Auswirkungen parabenhaltiger Kosmetika erforscht. Die Studienergebnisse haben gezeigt, dass Schwangere, die derartige Produkte anwenden und diese lange auf der Haut belassen (wie es im Fall von Creme der Fall ist), das Gewicht ihres Nachwuchses negativ beeinflussen können.

Lesen Sie auch: Giftstoffe in Duschgel: So erkennen Sie an Ihrer Haut, dass Sie das Produkt wechseln sollten.

Zusammenhang zwischen Parabenen im Urin der Mutter und dem Gewicht des Nachwuchses

"Nehmen Schwangere Parabene über die Haut auf, kann dies zu Übergewicht bei ihren Kindern führen", zitiert das Portal Heilpraxisnet den UFZ-Umweltimmunologen Dr. Tobias Polte: "Wir entdeckten (...) einen positiven Zusammenhang zwischen den Konzentrationen von Butylparaben im Urin der Mütter und einem erhöhten Body-Mass-Index* der Kinder – insbesondere der Töchter – bis hin zum achten Lebensjahr."

Die Forscher hatten für diese Erkenntnis die Daten der Mutter-Kind-Kohorten-Studie LINA ausgewertet, eine Langzeitstudie des UFZ. Diese hatte zum Ziel, die Folgen von Umweltbelastungen in kindlichen Entwicklungsphasen herauszufinden. Etwa, inwieweit spätere Allergien, Atemwegserkrankungen oder eben Übergewicht durch Faktoren wie das Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft gefördert werden.

Im Video: Diese Kosmetik-Produkte sind echte Bakterien-Schleudern

Quellen: www.nature.com; www.heilpraxisnet.de; www.br.de; www.ufz.de

Weiterlesen: Macht Staub dick? Forscher finden erschreckenden Zusammenhang.

jg

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