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Die Mammografie, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann Leben retten.

Mammografie

Brustkrebs: Ab zur Früherkennung!

Alarmierende Zahlen: Jede neunte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs! Umso wichtiger ist die Früherkennung: Ab 50 sollen Frauen regelmäßig zur Röntgenuntersuchung, der Mammografie.

Alarmierende Zahlen: Jede neunte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs! Umso wichtiger ist die Früherkennung: Ab 50 sollen Frauen regelmäßig zur Röntgenuntersuchung, der Mammografie. Doch viele gehen aus Angst vor der angeblich hohen Strahlenbelastung nicht hin. Zu Unrecht, wie Experten betonen.

„Mammografie kann Leben retten“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heywang-Köbrunner, Leiterin des Referenzzentrums Mammografie München. Mit 72.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen, für 25 bis 30 Prozent der Frauen endet sie tödlich. Weil mit dem Alter das Risiko steigt, sollen Frauen ab 50 alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening, einer Röntgenaufnahme der Brust. Doch im Schnitt nehmen nur 54 Prozent der Frauen das Angebot wahr.

Viele schätzen die Röntgenstrahlung als zu bedrohlich ein. Aber: „Die Strahlenbelastung ist mindestens 100 Mal geringer, als das natürliche Risiko, in einem Jahr an Brustkrebs zu erkranken“, erklärt Prof. Dr. Heywang-Köbrunner. Das Gesundheitsrisiko entspricht gerade mal drei bis fünf gerauchten Zigaretten – im Jahr! Prof. Dr. Wolfgang Eiermann, gynäkologischer Onkologe aus München: „Die Belastung ist etwa so hoch wie bei einem Transatlantikflug. Hier überwiegt der Nutzen deutlich.“

Aktuelle Studien aus 18 europäischen Ländern zeigen, dass die Sterberate durch Brustkrebs bei den Screening-Teilnehmerinnen um 43 Prozent sinkt, also fast um die Hälfte. Im Schnitt wird bei acht von 1000 Frauen durchs Mammografie-Screening Brustkrebs entdeckt. Und zwar bei einer Knoten-Größe von durchschnittlich einem Zentimeter – beim Tasten wird er erst ab etwa zwei Zentimetern erkannt. Prof. Dr. Sylvia Heywang-Köbrunner: „So sind zudem schonendere Behandlungen möglich, etwa mehr brusterhaltende Methoden, sanftere Operationen und weniger Chemotherapie.“

C. Schmelzer

So ertasten Sie Ihre Brust selbst richtig

Ein Mal im Monat sollte jede Frau ihre Brust selbst auf Gewebeveränderungen untersuchen. „Machen Sie den Selbsttest am besten kurz nach der Menstruation“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heywang-Köbrunner. Verschieben Sie die Finger gegeneinander und ertasten Sie systematisch jede Brust. „Achten Sie darauf, dass Sie die gesamte Brust inklusive der Brustfalte untersuchen, auch die Bereiche bis Schlüsselbein und Achselhöhle“, rät die Expertin.

Kontrollieren Sie außerdem im Spiegel, während Sie die Arme heben, ob Brustgewebe einzieht oder vorrückt. Bei Auffälligkeiten: ab zum Arzt!

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Tipps zur Vorsorge

  • Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen! „Das gilt vor allem, wenn die Familie schon mit Brustkrebs vorbelastet ist“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heywang-Köbrunner.
  • Ernähren Sie sich gesund – mit viel Obst und Gemüse, dafür wenig Fett und Zucker.
  • Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D kann das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Das Vitamin wird bei Sonnenlicht gebildet. „Gehen Sie in die Sonne oder greifen Sie auf Zusatzpräparate zurück“, rät die Expertin.
  • Verzichten Sie auf Nikotin und trinken Sie nur in Maßen Alkohol! Beides erhöht das Krebsrisiko. Frauen sollten höchstens ein Glas Wein, zwei Gläser Sekt oder eine Halbe Bier trinken.
  • Treiben Sie Sport! Ob Joggen, Tanzen oder Aerobic: „Wer regelmäßig Sport treibt, senkt sein Brustkrebsrisiko erheblich“, sagt die Medizinerin. „Suchen Sie sich eine Sportart heraus, die Ihnen gefällt.“ Ideal sind drei bis vier Stunden Sport pro Woche.

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