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Mobil dank Gelenks-Operation: Vor zwei Jahren hat Patient Hans C. Koch (86) eine Knieprothese bekommen, damit ist er wieder fit und aktiv.

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Chirurgie-Report: Ersatzteile im Körper und trotzdem fit - Infoabend für Leser

Ist eine Operation auch in hohem Alter noch möglich? Gibt es neue, schonendere Methoden? In einem mehrteiligen Gesundheitsreport zum Münchner Chirurgen-Kongress klären wir die wichtigsten Fragen.

Mit 86 Jahren wirkt Hans C. Koch noch fit wie ein Turnschuh. Zu verdanken hat er das auch der modernen Medizin. „Ich trage gleich mehrere Ersatzteile im Körper“, erzählt der Starnberger schmunzelnd. „Und von jedem einzelnen profitiere ich sehr!“ Bereits vor 28 Jahren erhielt Koch eine neue Hüfte, vor 15 Jahren folgte die zweite. „Mit beiden Endoprothesen habe ich bis heute keinerlei Probleme.“ Und zu einem Bandscheibenersatz kam vor zwei Jahren noch ein künstliches Kniegelenk dazu, eine „Schlittenprothese“. Den Eingriff hat er trotz seines Alters hervorragend verkraftet.

Damit ist der 86-Jährige ein Paradebeispiel für die enormen Fortschritte, die Chirurgie und Anästhesie in den vergangenen Jahrzehnten gemacht haben. „Viele Operationen sind heute für die Patienten sicherer und schonender als früher. Wir können auch hochbetagten Menschen helfen – selbst Nebenerkrankungen sind oft kein Hinderungsgrund mehr für eine OP“, sagt Prof. Tim Pohlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und Gastgeber des Jahreskongresses in München. Dort diskutieren rund 6000 Teilnehmer über neueste Techniken und Entwicklungen in den Operationssälen.

Wie groß der Bedarf ist, zeigt das Thema Gelenkersatz: Aufgrund einer immer älter werdenden Gesellschaft steigt auch die Patientenzahl. „So werden inzwischen jährlich über 200.000 Hüftendoprothesen und etwa 160 000 Knieendoprothesen eingesetzt“, sagt Prof. Volkmar Jansson. Er ist Cheforthopäde des Klinikums Großhadern in München und hat auch Hans Koch operiert. 

In unseren Chirurgie-Reports beantwortet er die wichtigsten Fragen zum Kniegelenk-Ersatz.

Infoabend für unsere Leser

Vom 21. bis 24. März findet auf dem Messegelände in Riem das wichtigste Chirurgen-Treffen Deutschlands statt – der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. 6000 Ärzte, Wissenschaftler und Hightech-Experten werden sich unter anderem über die wichtigsten Fortschritte im Operationssaal austauschen. 

Welche neuen Therapien und Behandlungstechniken es gibt und wer davon profitieren kann, das erläutern Experten auch bei einer großen Patientenveranstaltung. Sie findet am Mittwoch, 15. März, im Pressehaus Bayerstraße statt (Beginn 17 Uhr). 240 unserer Leser haben die Chance, dabei zu sein und Infos der Spezialisten aus erster Hand zu bekommen. 

Die Themen sind unter anderem: Minimalinvasive Bauchchirurgie (Prof. Werner, Klinik für Allgemeinchirurgie, LMU); Schulterschmerzen (Dr. Beitzel, Poliklinik für Sportorthopädie, Rechts der Isar); Hüft- und Knieprothesen (Prof. Jansson, Klinik für Orthopädie, LMU).

So bekommen Sie kostenlose Karten (zwei pro Person): Rufen Sie einfach ab sofort bis 6. März, 12 Uhr, unter folgender Nummer an und nennen Sie das Stichwort „Patiententag“: Telefon 01378/80 66 50 (50 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend). Wir benachrichtigen die Leser, die Karten bekommen, schriftlich.

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