Sie können Krebs auslösen: Warnung vor Medikamenten, die viele alltäglich einnehmen

Sie können Krebs auslösen: Warnung vor Medikamenten, die viele alltäglich einnehmen
COPD und Lungenemphysem – die unbekannten Volkskrankheiten.

Lungenkrankheit

Was ist COPD - chronisch obstruktive Bronchitis?

Die Betroffenen müssen ständig husten, ringen nach Luft. Immer wieder befallen Infekte ihre Lunge und verschlechtern den Zustand schrittweise weiter. Das ist chronisch obstruktive Bronchitis (COPD).

Die Rede ist nicht etwa von Asthma, sondern einer anderen, weitaus weniger bekannten Lungenerkrankung: Dabei nimmt auch die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) Millionen Menschen die Luft. Die Hauptursache hierzulande: das Rauchen.

Die Zahl der Betroffenen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Inzwischen steht die COPD als Todesursache in den Industrieländern bereits an vierter Stelle. Zu den entzündeten und verengten Atemwegen kommt in der Regel ein zweites Problem: Die Betroffenen leiden an einem Emphysem – ihre Lunge ist dauerhaft überbläht.

COPD zerstört schleichend Lungengewebe

Denn die chronische Entzündung zerstört schleichend auch das Lungengewebe: Tief in den Atmungsorganen verzweigen sich die Bronchien in immer feinere Äste. An den Enden haben die Wände der Luftkanäle keinen Knorpel mehr, der sie stützt. Man nennt diese kleinsten Verzweigungen auch Bronchiolen. An ihrem Ende sitzen die Lugenbläschen, die Alveolen. Sie haben eine sehr feine Außenhaut, durch die der Sauerstoff direkt ins Blut übertritt.

Anfälle mit Atmennot

An dieser Stelle kommt es bei COPD zu einer chronischen Entzündung. Ähnlich wie bei Asthma müssen die Betroffenen oft husten, leiden unter Anfällen von Atemnot. Doch hat die COPD andere Ursachen – und auch einen anderen Verlauf. Kommt es bei Asthma nur in sehr schweren Fällen zu einer Verhärtung der unteren Atemwege, ist diese für die COPD typisch. Mit der Zeit verengen sich die feinen Verästelungen. Die Veränderungen sind irreversibel, lassen sich also nicht mehr rückgängig machen. Eine Folge: Der Betroffene bekommt immer schlechter Luft, vor allem das Ausatmen fällt schwer. Zu Beginn geraten sie nur außer Atem, wenn sie sich anstrengen, später auch in Ruhe. In den Atemwegen bildet sich zudem zäher Schleim. Hinzu kommt: Die Entzündung schädigt nicht nur die Lunge. Auch Herz, Muskeln, Blutgefäße und Knochen sind betroffen.

COPD verursacht Lungenemphysem

Bei einer COPD kommt es auch zu einem verschieden stark ausgeprägten Lungenemphysem. Denn auch die Lungenbläschen werden geschädigt. Ihre feinen Membranen lösen sich auf, immer größere Blasen entstehen. Das verringert nicht nur die Fläche, an der Sauerstoff ins Blut übertreten kann. Die Luft bleibt in den unteren Atemwegen zudem hängen. Nur noch ein geringes Volumen steht für das Aus- und Einatmen zur Verfügung. Weniger frische Luft strömt in die Lunge, weniger verbrauchte hinaus. Im fortgeschrittenen Stadium blähen die Lungen den Brustraum geradezu auf, drücken das Zwerchfell nach unten. Die Betroffenen haben einen so genannten Fassthrorax, ziehen oft die Schultern nach oben.

Die Patienten erhalten in der Regel Medikamente zum Inhalieren, die die Bronchien erweitern und die Entzündung hemmen. Führt die Erkrankung dazu, dass der Sauerstoffgehalt im Blut permanent zu niedrig ist, hilft eine Sauerstofftherapie. Die Betroffenen erhalten über einen Schlauch Sauerstoff in die Nase. Der Gehalt in der Lunge steigt – es gelangt wieder ausreichend davon ins Blut.

Bei einer Überblähung der Lunge kann man heute mit verschiedenen Methoden die Beschwerden verringern. Ist ein Teil der Lunge sehr stark überbläht, der andere jedoch weniger, ist dies eine gute Voraussetzung für Lungenventile (siehe Artikel). Bestehen zwischen den Lungenlappen Verbindungen, durch die Luft hindurchdringen kann, können Lungespiralen helfen. Auch sie werden mit dem Bronchoskop eingeführt und verringern das Volumen des Lungegewebes, indem sie es zusammenziehen. Eine neue Methode arbeitet mit heißem Dampf. Nach der Behandlung bilden sich Narben – das Gewebe schrumpft.

Im Endstadium kann den Patienten nur noch eine Lungen-Transplantation helfen. Leider stehen nur sehr wenig Organe zur Verfügung. Eine Spenderlunge kommt überdies nur für relativ wenige Patienten in Frage.  

sog

Dr. Wolfgang Gesierich für ist Oberarzt an der Asklepios- Fachkliniken Gauting. Dort ist man auf Lungenkrankheiten spezialisiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Endlich keine Rasierpickel mehr - mit diesen simplen Hausmitteln verschwinden die Pusteln
Es eliminiert lästige Härchen, aber Rasieren kann unschöne Folgen haben: Rasierpickel. Mit welchen Mitteln Sie die Entstehung verhindern können, erfahren Sie hier.
Endlich keine Rasierpickel mehr - mit diesen simplen Hausmitteln verschwinden die Pusteln
Frau trinkt vier Wochen lang drei Liter Wasser - das waren die erstaunlichen Auswirkungen
Sarah Smith aus England gehört zu der Sorte Mensch, die selten Durst haben. Ihr Arzt rät ihr, mehr zu trinken. Doch das Experiment hat ungeahnte Folgen.
Frau trinkt vier Wochen lang drei Liter Wasser - das waren die erstaunlichen Auswirkungen
Jede zweite Zahnpasta fällt durch: Diese Zahncreme schneidet im Test am besten ab
Das Verbrauchermagazin Ökotest hat 400 Zahnpasten getestet - mit erschreckendem Ergebnis. Wer folgende Zahncremes benutzt, ist auf der sicheren Seite.
Jede zweite Zahnpasta fällt durch: Diese Zahncreme schneidet im Test am besten ab
Arzt macht Röntgenbild von Magen und Darm einer jungen Frau - Er findet Abscheuliches
Eine junge Frau leidet an Appetitlosigkeit und Verstopfung. Als der Arzt eine Röntgenaufnahme von ihrem Magen und Darm macht, traut er seinen Augen nicht.
Arzt macht Röntgenbild von Magen und Darm einer jungen Frau - Er findet Abscheuliches

Kommentare