Restaurants sind aktuell geschlossen. Wann sie wieder öffnen dürfen, hängt vom Corona-Infektionsgeschehen ab.
+
Restaurants sind aktuell geschlossen. Wann sie wieder öffnen dürfen, hängt vom Corona-Infektionsgeschehen ab.

Besser meiden

„... sind die Hauptquelle für Infektionen“: Französische Forscher warnen vor folgenden Orten

In geschlossenen Räumen verbreiten sich Coronaviren schneller als im Freien. Ein französisches Forscher-Team will die gefährlichsten Orte gefunden haben.

  • Superspreader, Reisen und private Haushalte gelten als Haupttreiber der Coronavirus-Pandemie*.
  • Auch der Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen erhöht das Risiko, sich mit Corona anzustecken.
  • Französische Forscher veröffentlichten jetzt eine Reihe von Orten, die sie für besonders gefährlich halten.

Der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Bar erhöht französischen Forschern zufolge das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Auch ein geselliges Beisammensitzen mit Gästen zum Abendessen erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, teilten die Forscher vom Pasteur-Institut in Paris Ende Dezember 2020 mit. Die Studie bestätigt Annahmen, wonach das gemeinsame Essen ein höheres Risiko birgt als etwa die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Einkaufen.

Die Wissenschaftler hatten untersucht, welche Faktoren Infizierte von jenen unterschieden, die sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Dazu verglichen sie die Aussagen der Probanden in Hinblick auf Berufe, Verkehrsmittel und besuchte Orte. Insgesamt befragten die Forscher rund 3.400 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten, und 1.700 Menschen ohne Corona-Infektion. „Wir haben ein erhöhtes Risiko im Zusammenhang mit dem Besuch von Bars und Restaurants erkannt“, sagte der Hauptautor Arnaud Fontanet, der als Mitglied des wissenschaftlichen Rates auch die französische Regierung berät. Auch Fitnessstudios hätten sich als Orte für häufige Ansteckungen herausgestellt.

Corona-Ausbreitung: „Private Treffen – Familien, Freunde – sind die Hauptquelle für Infektionen“

„Private Treffen – Familien, Freunde – sind die Hauptquelle für Infektionen“, betonte Fontanet. Es mache dabei keinen Unterschied, ob die Menschen in einer öffentlichen Einrichtung, einem Restaurant oder daheim zusammenkommen. Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt raten von Treffen in überfüllten Innenräumen ab. Zahlreiche Regierungen verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Restaurants, Bars und Fitnessstudios. Wissenschaftler sind sich zunehmend einig, dass das neuartige Virus über feine Partikelwolken, sogenannte Aerosole, verbreitet wird – und dies vor allem in schlecht gelüfteten Räumen. (gap/dja/jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: So viele Coronaviren machen krank – eingeatmete Anzahl ist entscheidend, sagt Forscher aus Wien.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare