Medizinisches Personal trägt Mund-Nasen-Schutz.
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Nicht mehr nur medizinisches Personal trägt Mund-Nasen-Schutz: Mundschutzmasken sind wegen der Corona-Pandemie überall präsent.

Echte Hilfe in der Corona-Pandemie?

Corona-Forschung: Antiviral wirksame Maske soll am besten vor Viren schützen – indem sie Atemluft desinfiziert

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Mundschutzmasken verhindern, dass sich Coronaviren in der Luft verbreiten. Eine neuartige Maske soll die Atemluft desinfizieren und so noch besser vor Covid-19 schützen.

FFP2-Masken, normale Alltagsmasken oder Chirurgen-Mundschutz: In Hinblick auf die Qualität gibt es erhebliche Unterschiede bei Mund-Nasen-Bedeckungen*. Doch eines gilt als erwiesen: Sie alle helfen dabei, die Ausbreitung der Corona-Pandemie enorm zu verlangsamen. Mit Coronaviren kontaminierte Speicheltropfen werden von der Mundschutzmaske abgefangen und fliegen nicht weit in die Umgebung, wie es ohne Maske der Fall wäre. Auf diese Weise reduziert sich auch das Covid-19-Ansteckungsrisiko enorm. Eine Maskenpflicht für alle sehen Experten unter anderem deshalb als sinnvoll an, weil auch symptomfreie Menschen potentielle Virusüberträger sein könnten.

US-Forscher haben sich jetzt der Frage angenommen, welche Masken die Übertragung von Coronaviren am effektivsten hemmen können. Die Wissenschaftler entwickelten dafür antiviral wirksame Imprägnierungen: Stoffschichten, die mit Phosphorsäure oder Kupfersalz versetzt wurden.

Wussten Sie schon? Kupfer wirkt antiviral – angebracht an Türklinken oder Fenstergriffen inaktiviert Kupfertape auch Coronaviren (werblicher Link)

Corona eindämmen durch antivirale Substanzen in Mundschutzmasken?

Beim Ausatmen gelangten wirksame Mengen Kupfersalz oder Phosphorsäure aus der imprägnierten Stoffschicht in die Atemtröpfchen, was die Übertragung infektiöser Viren deutlich hemmen würde, so die Forscher im Fachblatt „Matter“. In einer Simulation waren die Hemmsubstanzen in der Stoffschicht in bis zu 82 Prozent der ausgeatmeten Tröpfchen eingedrungen, wie das Portal Wissenschaft aktuell berichtete. Die Forschungsergebnisse würden zwar zeigen, dass es möglich ist, durch chemisch behandelte Masken die Infektiosität von Viren in ausgeatmeten Tröpfchen zu verringern, jedoch wurde die antiviral imprägnierte Maske noch nicht an mit Coronaviren kontaminierter Atemluft getestet. Die tatsächliche Schutzwirkung müsse deshalb nun in Experimenten mit Sars-CoV-2 überprüft werden. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Alltagsmasken und die Materialfrage

Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Alltagsmasken und die Materialfrage

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