Ein Corona-Patient wird von wird von medizinischen Fachkräften in Schutzanzügen aus dem Flugzeug in einen Intensiv-Krankenwagen überführt (Symbolbild)
+
Corona soll bei vielen der offiziellen Covid-Toten gar nicht die Todesursache sein. (Symbolbild)

Mehr Tote gemeldet

Zweifel an RKI-Zahlen: Corona bei 80 Prozent der Covid-Toten nicht Todesursache?

  • Jennifer Köllen
    VonJennifer Köllen
    schließen

Mediziner behaupten: Es wurden im Juli und August vom RKI deutlich mehr Todesfälle gemeldet, als tatsächlich an Corona gestorben sind.

Berlin – Bei einem Großteil der vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Toten im Juli und August 2021 ist nicht klar, ob sie tatsächlich an Corona gestorben sind. Das haben Mediziner des unabhängigen Gesundheitsforschungsinstituts IGES in Berlin herausgefunden. Die Sterbestatistik werde dadurch zunehmend verzerrt, sagt der IGES-Leiter und Mediziner Bertram Häussler in einem Interview mit der WELT. Trotz steigender Infektionszahlen schließt er künftig eine „massive Sterblichkeit“ aus.

Häusslers Team erstellt seit August 2020 den IGES Pandemie Monitor auf Basis wissenschaftlicher Analysen. Dieser wurde von Forschern und Medizinern in die Welt gerufen, um der Öffentlichkeit das Infektionsgeschehen so aufbereiten, dass kurz-, mittel- und langfristige Trends sichtbar werden. „Wir haben ermittelt, dass bei gut 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten, die seit Anfang Juli gemeldet wurden, die zugrundeliegende Infektion schon länger als fünf Wochen zurückliegt und man daher eher davon ausgehen muss, dass Corona nicht die wirkliche Todesursache war“, sagt Häussler im Interview. Warum das RKI andere Corona-Zahlen herausgibt, erklärt 24vita.de hier.* *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Die von uns in der ursprünglichen Version dieses Artikels gewählte Darstellung wirkte verallgemeinernd, da sich die IGES-These nur auf Juli und August 2021 bezieht. Wir bitten, das zu entschuldigen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare