Impfturbo ab Juni?

Corona-Impfung beim Hausarzt: So einfach melden Sie sich an

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Seit Anfang April dürfen auch die Hausärzte gegen Corona impfen. Wie diese priorisieren und wie die Anmeldung erfolgt, lesen Sie hier.

Die Bundesregierung hat einen Impfturbo für Juni angekündigt. So würden die Hersteller Biontech und Pfizer bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona­impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Wie das Ärzteblatt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zitiert, wird die Lieferung nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt. Für Deutschland bedeutet das: Im Juni werden gut neun Millionen Impfstoffdosen bundesweit zur Verfügung stehen.

Auch Hausarztpraxen haben spätestens dann die Möglichkeit, mehr Impfstoff zu bestellen. Vonseiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung heißt es: „Nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums dürfen alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte impfen und in ihrer Apotheke Impfstoff bestellen. Es gibt keine Einschränkungen. Aufgrund der Impfstoffknappheit wird aktuell lediglich empfohlen, dass zunächst vor allem Hausärztinnen und Hausärzte impfen sollen“. Doch wie gehen Bürger vor, die sich bei ihrem Hausarzt impfen lassen wollen?

Nicola Buhlinger-Göpfarth, Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Hausärzte impfen in Deutschland seit Anfang April gegen Corona.

Arztpraxen priorisieren selbstständig: So melden Sie sich für die Corona-Impfung an

Wer sich gegen Corona impfen lassen möchte, kann sich zum einen online bei dem zuständigen Impfzentrum auf die Warteliste setzen lassen. Doch auch Ärzte und geschulte Mitarbeiter in Arztpraxen dürfen seit der 14. Kalenderwoche – also seit der Woche nach Ostern – gegen Corona impfen. Darauf hatten sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 19. März 2021 geeinigt. Die Bestellmenge ist zunächst auf 18 bis maximal 50 Impfstoffdosen pro Woche begrenzt, wie es vonseiten des Bundesgesundheitsministeriums heißt. Doch bei besserer Verfügbarkeit können die Hausärzte eine größere Menge an Corona-Impfstoffdosen bestellen – das soll in wenigen Wochen der Fall sein.

Impfwillige, die sich bei ihrem Hausarzt für eine Impfung anmelden möchten, rufen am besten in der Praxis an und fragen nach der Möglichkeit, sich auf die Impf-Warteliste setzen zu lassen. In der Regel müssen Sie zur Anmeldung Ihre Versichertenkarte vorlegen und einen Anamnesebogen ausfüllen. Ihr Hausarzt kann Sie zudem über die Risiken und Nebenwirkungen der Impfung aufklären und Sie zu den verschiedenen Corona-Impfstoffen beraten. Je nach Gesundheitszustand, Alter und weiterer Risikofaktoren wird die Arztpraxis eigenständig priorisieren und Sie anrufen, wenn ein Impftermin an Sie vergeben werden kann. (jg)

Mehr Quellen: https://www.kbv.de/html/51382.php; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122951/

Weiterlesen: Impfung trotz überstandener Corona-Infektion? Vor allem eine Altersgruppe würde profitieren.

Wenn Kinderkrankheiten Erwachsene erwischen

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Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt

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