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Corona-Impfungen schützen auch vor Erkältungen, nicht nur vor schwerem Covid: Neue Studie veröffentlicht

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Von: Juliane Gutmann

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Illustration Erkältung: Frau im Bett
Wer sich gegen Corona impfen lässt, kann auch einer in der Regel harmlosen, aber unangenehmen Krankheit vorbeugen. (Symbolbild) © Maurizio Gambarini/dpa

Die Impfung gilt als bester Weg, sich und andere vor einem tödlichen Corona-Verlauf zu schützen. Die Immunisierung hat zudem einen positiven Nebeneffekt.

Wer sich mit den in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffen impfen lässt, reduziert das Risiko, sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 anzustecken. Wer trotz Immunisierung krank wird, kann mit einem deutlich milderen Krankheitsverlauf rechnen, so Gesundheitsbehörden wie das Robert Koch-Institut (RKI). Nebenwirkungen seien zwar möglich, jedoch überwiege der Nutzen die Risiken der zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Novavax, Johnson & Johnson sowie Moderna, heißt es weiter vonseiten des RKI.

Eine neue Studie deckte kürzlich einen positiven Nebeneffekt der Impfung auf. Im Fachblatt Clinical Infectious Diseases gab ein deutsch-niederländisches Forscherteam das Ergebnis ihrer Impfstudie bekannt. Sie schlussfolgern: Corona-Impfungen schützen auch vor einigen Erkältungsviren und reduzieren so das Risiko von Erkältungskrankheiten.

Sie möchten einen Überblick bekommen über die bislang gemeldeten Nebenwirkungen der Corona-Impfung? Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel erfasst alle gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Im aktuellen PEI-Sicherheitsbericht erfahren Sie, wie häufig Kopfschmerzen bis Herzmuskelentzündung bislang gemeldet worden sind.  

Lesen Sie auch: Genug T-Zellen im Blut? Wer eine Corona-Erkältung hinter sich hat, steckt sich seltener mit Covid an

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Corona-Impfung schützt auch vor schweren Sars-Verläufen

Wie die Forschenden um Frank Kirchhoff vom Institut für Molekulare Virologie der Universität Ulm informieren, kann die Corona-Impfung einen „gewissen Kreuzschutz gegen endemische saisonale Coronaviren bieten“. Zum Hintergrund: Die Familie der Coronaviren ist sehr groß, Sars-CoV-2 als Auslöser von Covid-19 ist nur ein Vertreter dieser Viren. Es gibt auch weitaus harmlosere Coronaviren, so gehen rund ein Drittel aller typischen und in der Regel harmlosen Erkältungen auf sogenannte herkömmliche menschliche Coronaviren (hCoV) zurück, wie das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung informiert.

Die Impfung mit zugelassenen Corona-Impfstoffen schützt also vor einer Ansteckung mit Erkältungs-Coronaviren. Dazu zählen dem Deutschen Primatenzentrum zufolge NL63, OC43, 229E und HKU1. Diese seien weltweit verbreitet und führen in der Regel zu milden Atemwegserkrankungen, heißt es weiter. „Im Durchschnitt erhöhte die Impfung die neutralisierende Aktivität gegen echte hCoV-OC43, -NL63 und -229E erheblich“, heißt es in der am 25. Januar 2022 veröffentlichten Studie von Kirchhoff und Team.

Eine Corona-Impfung biete auch Schutz gegen den Erreger Sars-CoV-1, so die Studienautoren. Eine Infektion mit diesem Coronavirus hat das schwere akute Atemwegssyndrom zur Folge. Sars-CoV-1 gilt als Auslöser der SARS-Pandemie im Jahr 2002/2003. „Die Impfung gegen Sars-CoV-2 führte zu einer effizienten Kreuzneutralisierung von Sars-CoV-1, nicht aber von MERS-CoV“, so die Studienautoren. (jg)

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