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Corona-Pandemie hat positive Effekte auf natürlichen Schlafrhythmus – vor allem für eine Gruppe

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Länger schlafen wegen Corona
Auch unser Schlafverhalten hat sich in der Corona-Pandemie verändert. © Christin Klose/dpa

Pandemie-bedingt schlafen viele Menschen aktuell länger als noch vor Covid-19. Auch Stromversorger verzeichnen einen später einsetzenden morgendlichen Spitzenverbrauch.

Der Wecker reißt viele Menschen zu früh aus dem Schlaf. Eigentlich würden sie länger schlummern - manchen ist das durch die Pandemie nun möglich. So hat Corona auch seine «Schlaf-Gewinner». Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Auch unser Schlafverhalten ist dadurch anders geworden. Viele schlafen wegen des damit verbundenen Stresses und der Belastungen schlechter. Es gibt aber Menschen, die zumindest mit Blick auf den Schlaf von der aktuellen Situation profitieren.

„Wir sind grundsätzlich eine übermüdete Gesellschaft“

Woran liegt das? «Wir sind grundsätzlich eine übermüdete Gesellschaft, die gegen ihren natürlichen Rhythmus lebt», sagt Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster (Rheinland-Pfalz). «80 Prozent der Menschen lassen sich morgens vom Wecker aus dem Schlaf reißen, obwohl sie offensichtlich noch nicht ausgeschlafen* haben.»

Durch die Corona-Pandemie können viele Menschen morgens länger schlafen. Im Homeoffice fällt nicht nur für Pendler der Arbeitsweg weg, die Kinder müssen wegen Homeschooling oder Wechselunterricht oft nicht mehr so zeitig in die Schule gebracht werden wie sonst.

Länger schlafen: Vor allem für Jugendliche von Vorteil

«Die Energieversorger berichten, dass der morgendliche Spitzenverbrauch nun in Pandemiezeiten eine Stunde später aufzuzeichnen ist. Das bedeutet: Wenn man die Leute länger schlafen lässt, tun sie das auch», sagt Weeß.

Seine Kollegin Dora Triché, Leiterin des Schlaflabors am Klinikum Nürnberg, ergänzt: «Gerade jungen Leuten wie Schülern und Studenten kommt es gelegen, dass sie morgens nicht mehr so früh aufstehen müssen.» Im jugendlichen Alter ist der Schlafrhythmus nämlich nach hinten verschoben, sodass junge Menschen später müde werden und länger schlafen - wenn man sie lässt.

Menschen, die auf Dauer schlecht schlafen, leiden unter Umständen an Insomnie. Diese Kriterien weisen auf eine Schlafstörung hin*. (dpa)

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