Remdesivir als antivirales Breitspektrum-Medikament ist ein in den USA, Japan und Europa zugelassenes Mittel zur Behandlung von Covid-19-Patienten.
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Remdesivir als antivirales Breitspektrum-Medikament ist ein in den USA, Japan und Europa zugelassenes Mittel zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Doch auch neue Corona-Medikamente stehen in den Startlöchern.

Medikamente gegen Covid-19

Erste Corona-Pille zum Einnehmen? Neues Grippe-Medikament soll Übertragung innerhalb von 24 Stunden stoppen

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Bislang gibt es keine Corona-Medikamente, die oral eingenommen werden können. Das könnte sich aber schon bald ändern: Forscher erproben aktuell ein neues Präparat. 

  • Es gibt in Deutschland bislang nur ein zugelassenes Corona-Medikament: Remdesivir. Dieses ist als Konzentrat für die Infusionslösung erhältlich – wird also intravenös verabreicht.
  • Einfache Pillen gegen Corona gibt es bislang nicht, jedoch konnten Forscher im Tierversuch ein vielversprechendes Medikament ausmachen.
  • Es handelt sich um ein neues Grippemedikament, das auch Wirkung gegen Coronaviren zu haben scheint.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist fast ein Jahr vergangen. Seither forschen Wissenschaftler und Mediziner an Wegen, Covid-19 erfolgreich zu therapieren und so schweren Verläufen vorzubeugen. Doch noch immer gibt es nur wenige zugelassene Medikamente gegen Covid-19. Mediziner behelfen sich in vielen Fällen mit der Anwendung von Präparaten, die off-label eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Präparate, die nicht speziell für die Behandlung von Covid-19 zugelassen sind, aber dennoch Wirkung zeigen. Dazu gehören zum Beispiel blutverdünnende Medikamente*.

Und auch ein neues Grippemedikament ist US-amerikanischen Forschern zufolge ein vielversprechender Wirkstoff gegen Corona. In einer im Fachblatt Nature Microbiology veröffentlichten Studie kommt das Forscherteam um Professor Richard K. Plemper vom Institute for Biomedical Sciences an der Georgia State University in Atlanta zu folgendem Ergebnis: Das Grippemedikament MK-4482/EIDD-2801 könnte auch beim Menschen die Verbreitung von Coronaviren im Körper effektiv hemmen.

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Corona-Medikament stoppt Übertragbarkeit der Viren innerhalb von nur einem Tag

Die Wissenschaftler wollten ursprünglich ein antiviral wirksames Präparat zur Behandlung von Grippe-Patienten entwickeln. Jedoch änderte das Team die Zielsetzung aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Sie legten ihren Fokus bei der Herstellung des Medikaments auf die Wirksamkeit gegen Sars-CoV-2, den Auslöser von Covid-19. Das Ergebnis überzeugt – zumindest im Tierversuch: Das Medikament mit der Bezeichnung MK-4482/EIDD-2801 oder auch Molnupiravir kann den Forschern zufolge innerhalb von 24 Stunden die Übertragung von Coronaviren stoppen.

Erforscht hatten die Mediziner das Medikament im Tierversuch mit Frettchen, da „Frettchen und verwandte Mitglieder der Wiesel-Gattung das Virus mit minimalen klinischen Symptomen übertragen, was der Ausbreitung in der menschlichen Jung-Erwachsenen-Population ähnelt“, so die Forscher in ihrer Veröffentlichung. Vor allem im Nasengewebe und in den Nasensekreten der Tiere fanden die Studienleiter eine hohe Sars-CoV-2-Konzentration. „Die therapeutische Behandlung infizierter Tiere mit oral verabreichtem MK-4482/EIDD-2801 zweimal täglich reduzierte die Sars-CoV-2-Belastung in den oberen Atemwegen signifikant und unterdrückte die Ausbreitung auf unbehandelte Kontakttiere vollständig“, so das Studienergebnis der Forscher. Nun müsse getestet werden, wie sich die Einnahme von Molnupiravir bei Menschen auswirkt. Im besten Fall genauso wie im Frettchen-Modell: Dann wären Covid-19-Betroffene nach der Einnahme innerhalb von 24 Stunden nicht mehr infektiös. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Quellen: https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Remdesivir_56071; https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/

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Weiterlesen: Corona-Medikament Remdesivir wohl doch wirkungslos – Warum es trotzdem in den USA zugelassen wird.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
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