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Corona-Selbsttest richtig anwenden: Diese fünf Fehler können zu falschen Ergebnissen führen

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Von: Franziska Kaindl

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Eine ordnungsgemäße Durchführung des Corona-Selbsttests ist das A und O für ein zuverlässiges Ergebnis. Wir zeigen Ihnen typische Fehlerquellen.

Corona-Selbsttests* sind für viele mittlerweile zum Alltag geworden: Egal, ob für die Arbeit, für die Schule oder vor einem Treffen mit Freunden – regelmäßig werden die Stäbchen zu Hause angewendet, um sich auf das Virus zu testen. Damit es aber zu zuverlässigen Ergebnissen kommt, müssen einige Punkte bei der Anwendung beachtet werden. Wir zeigen Ihnen, welche Fehler zu einem verfälschten Ergebnis führen könnten.

Fehler 1: Mahlzeiten, Rauchen oder Zähneputzen vor dem Corona-Selbststest

Sie haben gerade erst etwas gegessen und wollen nun einen Selbsttest machen? Das ist keine gute Idee, wie der Apotheker Peter Sandmann dem Online-Portal Focus mitteilte. „Wichtig ist, den Test vor dem Frühstück zu machen und nichts zu essen“, so die Empfehlung. Denn beim Herunterschlucken der Mahlzeit können Virusbestandteile von der Schleimhaut entfernt werden. „Ganz wichtig ist auch auf Zahnpflege vor dem Test zu verzichten, oder einen längeren Abstand zu halten“, erklärte Sandmann weiterhin. Aber das ist nicht alles: Auch auf Mundspülungen sollten Sie vor dem Selbsttest verzichten, ebenso wie auf Rauchen. Zwischen diesen Aktivitäten und dem Test sollten mindestens 30 Minuten liegen.

Der britische Arzt Dr. Nathan Hudson-Peacock berichtete zudem laut dem Magazin Metro, dass der Kohlesäuregehalt von Getränken, die man vor dem Test zu sich nimmt, fälschlicherweise zu einem positiven Test führen können.

Fehler 2: Den falschen Zeitpunkt wählen

Grundsätzlich kann ein Corona-Selbsttest zu jeder Tageszeit gemacht werden. Theoretisch ist die Viruslast jedoch am Morgen am höchsten. Deshalb sollte der Test am besten direkt nach dem Aufstehen durchgeführt werden.

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Fehler 3: Probe falsch abgenommen

Das Paul-Ehrlich-Institut PEI geht davon aus, dass die in Deutschland zugelassenen Selbsttests auch für die Omikron-Variante geeignet sind, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet. Allerdings könnte die Art der Probenahme eine wichtige Rolle dabei spielen, ob eine Infektion erkannt wird. Einer vorläufigen Studie (Preprint 24. Dezember) aus Südafrika zufolge ist Omikron nämlich im Rachen früher nachweisbar als in der Nase. Der Virologe Andreas Dotzauer und der Epidemiologe Hajo Zeeb sollen laut Meldungen, die im Internet kursieren und von denen die Augsburger Allgemeine berichtet, ebenfalls davon sprechen, dass Omikron-Viren im Mundbereich besser nachzuweisen seien. Deshalb laute die Empfehlung Dotzauers, einen Abstrich sowohl im Rachen als auch in der Nase durchzuführen. Es gäbe „Schnelltests, die durchaus für beides ausgelegt sind“. Generell sollten Anwender aber der Anleitung auf dem Beipackzettel folgen – ansonsten bestehe laut apotheke-adhoc.de Verletzungsgefahr. Wer eine Abnahme im Rachen bevorzuge, solle jedoch nicht nur die Wange von innen abstreichen. Auch die „Beimengung von zu viel Speichel kann das Ergebnis verfälschen.“

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Fehler 4: Wartezeit nicht eingehalten

Nachdem Sie die Probe genommen haben, sollten Sie die Wartezeit beachten, die im Beipackzettel vermerkt ist. In der Regel handelt es sich um 15 Minuten. Diese Wartezeit sollten Sie weder unterschreiten noch überschreiten, um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten.

Fehler 5: Corona-Selbsttests falsch gelagert

Corona-Selbsttests müssen richtig gelagert werden, um die Sensitivität und Validität des Tests zu erhalten. Die Test-Kits sind aber nicht so anspruchsvoll wie manche Lebensmittel – generell sind Temperaturen zwischen fünf und 30 Grad optimal. Achten Sie auch darauf, was der Hersteller zum Thema Lagerung empfiehlt. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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