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Neue Hoffnung gegen Corona: Medikamenten-Cocktail reduziert schwere Verläufe um 70 Prozent

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Von: Franziska Kaindl

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Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
Ein Medikamenten-Cocktail könnte schwere Covid-19-Verläufe verhindern. © imago-images

Ein Medikamenten-Mix zeigt sich laut einer Studie wirksam gegen Covid-19. Krankenhausaufenthalte und Todesfälle konnten um 70 Prozent reduziert werden.

Im August letzten Jahres haben sich der Schweizer Pharmakonzern Roche und das Biotechnologie-Unternehmen Regeneron zusammengetan, um eine neuartige Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab zu entwickeln. Die Bemühungen haben bereits Früchte getragen: In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA dem Medikament* schon im letzten Jahr eine Notfallzulassung erteilt. Laut einer Mitteilung des Unternehmens Roche hat im Februar 2021 die rollierende Bewertung klinischer Daten der Antikörperkombination durch den Ständigen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) begonnen.

Corona-Bekämpfung: Medikamenten-Cocktail aus Antikörpern zeigt vielversprechende Ergebnisse

Mehrere Schweizer Medien berichten nun, dass die Studie der Phase III (REGN-COV 2067) – in der Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels überprüft werden – dem Medikamenten-Mix gute Ergebnisse bescheinige. Durch den Antikörper-Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab konnte demnach das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes oder eines Todesfalls bei einer Coronavirus-Infektion um 70 Prozent reduziert werden. Zusätzlich habe die von Regeneron entwickelte Therapie die Dauer der Symptome um vier Tage verkürzt. Das neue Medikament habe den infizierten, aber nicht hospitalisierten Patienten zudem alle zweitrangigen Ziele erreicht, darunter zum Beispiel die Eigenschaft, die Symptomdauer von 14 auf zehn Tage zu verkürzen. Heißt: Die Behandlung mit den Antikörpern kann bei Patienten mit einer leichten oder moderaten Covid-19-Erkrankung schwere Verläufe verhindern.

Wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet, hat die EMA die Anwendung von Casirivimab und Imdevimab bereits empfohlen, auch wenn die offizielle Zulassung noch aussteht. Das gilt für Patienten ab zwölf Jahren, die leicht oder moderat an Covid-19 erkrankt und nicht auf eine Sauerstoffzufuhr angewiesen sind, jedoch ein Risiko für einen schweren Verlauf besteht. Wie 24vita.de* berichtet, hat auch die WHO erstmals eine Empfehlung für ein Medikament gegen Covid-19 gegeben.

Bei einer begleitenden Phase-II-Studie habe der Antikörper-Cocktail bei bestimmten Dosierungen sogar die Viruslast bei symptomatischen oder asymptomatischen, nicht-hospitalisiserten Patienten mit niedrigem Risiko deutlich verringert.

Auch interessant: Britische Corona-Mutation B.1.1.7: Neue Studie zeigt deutliche Unterschiede bei Covid-Symptomen.

Weitere Studien des Medikamenten-Mixes bezüglich Covid-19

Neben den Studien an nicht-hospitalisierten Patienten laufen zudem eine klinische Studie der Phase II/III zur Behandlung von Covid-19 an Patienten mit Krankenhausaufenthalt und eine Studie der Phase III zur Prävention von Covid-19 bei Kontakten zu infizierten Personen im Haushalt. (fk) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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