Mann niest
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Wer ungehemmt niest, verteilt Viren in einem großen Umkreis. Doch auch die Aussprache kann eine Infektion mit Covid-19 begünstigen.

Gefährliche Zischlaute

Diese Art zu Sprechen erhöht das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Die Tröpfcheninfektion gilt als Hauptursache einer Ansteckung mit Covid-19. Über die Atemluft dringen Viren so in den Körper ein. Die Aussprache kann das begünstigen.

  • Bei einer Tröpfcheninfektion gelangen Krankheitserreger über die Atemluft auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund und finden so den Weg in den Körper. 
  • Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes* verringert das Risiko, andere mit Covid-19 anzustecken. 
  • Wissenschaftler fanden jetzt heraus, das eine bestimmte Art zu Sprechen sich besonders suboptimal auswirkt. 

Die Coronavirus-Pandemie reißt nicht ab, immer neue Fälle werden weltweit gemeldet. International forschen Wissenschaftler daran, wie das Coronavirus aufgebaut ist, um Medikamente und Impfstoffe so schnell wie möglich für die breite Masse zur Verfügung zu stellen. Die Lungenkrankheit gibt zwar immer noch viele Rätsel auf, aber einige Fakten gelten als gesichert – etwa, das sich Covid-19 in erster Linie über die Atemluft verbreitet, also über das Einatmen kontaminierter Luft.

Vor allem Angehörige von Covid-19-Patienten und medizinisches Fachpersonal zählen entsprechend zur Risikogruppe, weil sie sich im unmittelbaren Umfeld der Betroffenen aufhalten. Wie Forscher jetzt herausfanden, steigt die Gefahr einer Ansteckung mit der Art und Weise, wie Patienten sprechen.

Coronavirus: Bestimmte Laute und Betonungen erhöhen Ansteckungsgefahr

So erhöhen Zischlaute und eine laute Aussprache die Ansteckungsgefahr, da diese Faktoren eine feuchte Aussprache begünstigen. Bestimmte Worte oder Betonungen sorgen dafür, dass vermehrt Atemtröpfchen in die Luft gelangen und andere anstecken können. Vor allem beim „th“ aus dem Englischen oder anderen Lauten, die vorne im Mundbereich geformt werden, wird feuchte Atemluft ausgestoßen. „Wenn ein Infizierter vor mir steht und Thunderstorm sagt, ist die Gefahr groß, mich anzustecken", zitiert Spiegel Online Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann vom Helmholtz Zentrum München und dem Institut für Umweltmedizin an der Technischen Universität München.

Schützen Sie sich und andere vor Covid-19...

...mit Alltagsmasken, die verhindern, dass feuchte Aussprache die Viren in der Umgebungsluft großflächig verteilt. Die Mund- und Nasenmaske „Maritim“ punktet zudem mit tollen Prints (werblicher Link).

Entscheidend sei dabei unter anderem, wo die Tropfen samt Viren ankommen und wie infektiös sie noch sind, so Traidl-Hoffmann. Über die Nase eingeatmet, ist die Chance groß, dass sie durch Schneuzen im Taschentuch landen. Direkt in die Lunge eingeatmet dagegen können Coronaviren zu schweren Krankheitsverläufen führen. "Wie hoch die Konzentration an Virenpartikeln um einen Corona-Patienten herum ist, ist bislang unklar", sagt Umweltmedizinerin Traidl-Hoffmann. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Weiterlesen: So viele Coronaviren machen krank – eingeatmete Anzahl ist entscheidend, sagt Forscher aus Wien.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
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