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Coronavirus: Herzschäden nach leichtem Covid-19 - Studie beunruhigt Mediziner

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Ärztin untersucht Brust
Manche Covid-19-Patienten klagen auch nach überstandener Infektion über Brustschmerzen. © Frank May/dpa

Immer neue Studien zeigen auf, welche Folgen eine Coronavirus-Infektion für den Menschen haben kann. In Hinblick auf mögliche Langzeitschäden äußern sich Ärzte besorgt.

Zu jung ist die Krankheit Covid-19, als dass man jetzt schon mit Sicherheit sagen könnte, welche Langzeitfolgen möglich sind. Doch erste Studienergebnisse zeichnen ein eher beunruhigendes Bild. So beobachten Mediziner bei einigen Patienten, die eine leichte Erkrankung überstanden haben, auch noch lange nach der Genesung Beschwerden wie Kurzatmigkeit. Bilder aus dem Computertomographen hatten auch bei jungen Patienten und Menschen mit leichten Symptomen mehr oder weniger starke Lungenschäden gezeigt - bei welchen noch nicht sicher ist, ob diese mit der Zeit abheilen werden.

Doch auch das Herz kann langfristig Schäden davontragen - so die Erkenntnis von Kardiologen der Universitätsklinik Frankfurt, die ihre Studienergebnisse im Fachblatt JAMA Cardiology veröffentlicht haben. Die Studienautoren hatten die Daten von 100 Covid-19-Patienten im Durchschnittsalter von 49 Jahren analysiert. Bei immerhin 78 Prozent der Teilnehmer fanden sich auch zwei bis drei Monate nach der Erkrankung weiterhin Auffälligkeiten in der Magnetresonanz-Untersuchung. 60 Prozent wiesen Zeichen auf, die für eine Entzündung des Herzmuskels sprechen, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete. Ob auch eine Impfung gegen das Coronavirus eine Herzmuskelentzündung auslösen kann, berichtet 24vita.de*.

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Herzmuskel und Herzbeutel durch Covid-19 langfristig geschädigt?

Die Forscher konnten 71 Tage nach der Diagnose im Kernspin sowohl Narben als auch Ödeme im Herzmuskel und im Herzbeutel erkennen. 36 Prozent der Patienten klagten auch nach überstandener Infektion weiterhin über Kurzatmigkeit und Erschöpfung, manche hatten zudem Schmerzen in der Brust und Herzklopfen. „Besonders besorgniserregend ist, dass sich eine Infektion offenbar unabhängig von der Schwere, von bestehenden Vorerkrankungen und dem Verlauf der Akuterkrankung langfristig im Herzen manifestieren kann“, zitiert die SZ die Studienautoren. Die Mediziner erklären sich die Herzschäden durch eine Entzündungsreaktion, die die Coronavirus-Infektion im Körper hervorgerufen hat. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Das passiert bei einer Coronavirus-Infektion im Körper.

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