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Mit Kaugummi das Corona-Ansteckungsrisiko drastisch senken: Eintracht Frankfurt-Experte entwickelt Covidgum

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Von: Juliane Gutmann

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Kaugummi klebt am Schuh
Kaugummis können zum Ärgernis werden. Doch ein spezielles Produkt soll das Risiko reduzieren, an Covid-19 zu erkranken. © Peter Steffen/dpa

Wie kann ich mich vor Corona schützen? Wohl keine Frage treibt Menschen derzeit mehr um. Ein spezieller Kaugummi soll die Viruslast im Atem enorm senken.

Kaugummi kauen und so die Verbreitung von Coronaviren verhindern: Was sich nach einer Mär anhört, ist Wirklichkeit. Der sogenannte Covidgum soll die Virenlast in der Atemluft um bis zu 90 Prozent senken und so die Corona-Ansteckungsgefahr* minimieren.

Den Covidgum erfunden hat Professor Florian Pfab, Leiter der medizinischen Abteilung im Sportverein Eintracht Frankfurt. In der Sommerpause 2020 war der Mediziner an Covid-19 erkrankt, obwohl er alle Hygienemaßnahmen eingehalten hatte, wie auf dem Online-Auftritt der Eintracht zu lesen ist. „Ich habe dann begonnen zu überlegen, wie wir ein zusätzliches Schutzmittel gegen Covid-19 entwickeln können“, wird Pfab weiter vom Portal profis.eintracht.de zitiert. Damals war bereits bekannt, dass Mundspülungen mit stark antibakterieller Wirkung die Ansteckungsgefahr mit einigen Atemwegsinfekten reduzieren können. Diese Erkenntnis brachte Florian Pfab auf die Idee, eine Art Anti-Corona-Kaugummi zu entwickeln.

Jetzt, fast zwei Jahre später, ist der Covidgum im Handel erhältlich. Doch wirkt er tatsächlich gegen Coronaviren?

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Zwei Stunden virusfrei nach dem Kauen von Covidgum

Ätherische Öle (Pfefferminz, Zimt, Zitrone), Ingwerextrakt, Quercetin, Zink, Ginseng, Vitamin D3, Sucralose, Spermidin* (Weizenkeimextrakt), Xylitol und medizinische Kaumasse: Die Covidgum-Inhaltsstoffe, allen voran die antiviral wirksamen, sollen das Ansteckungsrisiko mit spezifischen behüllten Viren deutlich verringern können, so die Hersteller-Angabe. Das Versprechen: Bis zu zwei Stunden soll der Kaugummi die Corona-Viruslast im eigenen Mund senken können – um über 90 Prozent. Damit die Wirkung eintritt, müsse man den Covidgum 15 Minuten lang kauen. Durch das Kauen sollen die antiviral wirksamen Stoffe freigesetzt werden.

Auf Wirksamkeit geprüft wurde der Covidgum im Rahmen einer Pilotstudie des Herstellers im Institut für Klinische Forschung in Frankfurt, wie das Portal Stuttgarter Nachrichten informiert. Die Analyse zeigte „eine Tendenz, die Virusmenge in der Ausatemluft von an Covid-19 erkrankten Patienten zu reduzieren, sodass eine solche Anwendung (...) sinnvoll erscheinen kann“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie, wie der Mitteldeutsche Rundfunk informiert. Die Studienteilnehmer hätten nach dem Kauen eine erheblich verringerte Konzentration an Viruspartikeln ausgeatmet – auch bei Virusvarianten wie Alpha und Delta. 

Dem Regensburger Professor Pfab zufolge besonders wichtig: Der Covidgum solle als Ergänzung zu bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen und der Impfung gesehen werden, nicht als Ersatz. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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