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Langsam abfahren: Wer schon über Abfahrts-Erfahrung verfügt, kann auch mit einer Knie- und Hüftprothese noch Ski fahren - allerdings in gemäßigtem Tempo. Foto: Florian Schuh

Nichts für Neulinge

Darf man mit Knie- oder Hüftprothese auf die Skipiste?

Auch mit künstlichen Gelenken dürfen sich Betroffene unter bestimmten Voraussetzungen durchaus auf die Skipiste wagen. Damit der Skiurlaub jedoch nicht zu einem Debakel wird, gibt es einiges zu beachten.

Jena (dpa/tmn) - Alpines Skilaufen ist auch mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken möglich. Jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

So empfiehlt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) diesen Sport zum Beispiel nur Wiedereinsteigern, also Knie- und Hüftpatienten, die schon vor ihrer Operation Skiläufer waren.

Seit dem Eingriff sollten mindestens sechs und besser bereits neun Monate vergangen sein. Die Prothese muss richtig sitzen und sich gut bewegen lassen - dies sollten Wintersportler vor der ersten Abfahrt unbedingt von ihrem Arzt überprüfen lassen.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, ist Ski Alpin für Hüft- und Kniepatienten vor allem eine Frage von Ausrüstung und Technik. So sollten die Skischuhe zum Beispiel sehr weich sein und sich gut beugen lassen.

Die Ski sollten möglichst kurz sein und einen kleinen Kurvenradius haben. Bei der Abfahrt beugen Wintersportler mit Knie- oder Hüftprothese die entsprechenden Gelenke am besten nur moderat. Ganz verzichten müssen sie zudem auf das sogenannte Carven, also das Kurvenfahren auf der Kante. Das reduziert die Belastung für die Gelenke und die Abfahrtsgeschwindigkeit.

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