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Anstatt sich über den schnarchenden Partner zu ärgern, empfiehlt es sich, das Schnarch-Verhalten genauer zu studieren. Hat er sogar Atemaussetzer? Dann könnte Schlafapnoe zu Grunde liegen.

Indiz für schlimmere Erkrankung

Versteckte Krankheit? Darum ist Schnarchen so gefährlich

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Wer sich nach dem Aufwachen erschöpft oder lustlos fühlt, sollte sein Schlafverhalten kontrollieren. Vielleicht liegt es nämlich am Schnarchen.

Schnarchen ist für viele einfach nur nervig – besonders, wenn es der Partner im Ehebett jede Nacht tut. Nicht selten gibt es deswegen sogar Krach – und am Ende geschieht es, dass der Schnarcher ausquartiert wird und fortan in getrennten Betten geschlafen werden muss.

Schnarchen: Anzeichen für Schlafapnoe?

Spätestens dann sollten Sie handeln – denn Schnarchen kann nicht nur zum Ehe-Problem werden, sondern auch ein Indiz für eine ernstere Erkrankung sein. Und zwar für die sogenannte Schlafapnoe. Dabei setzt der Atem des Betroffenen immer wieder aus – und das kann zu extremen Schlafstörungen führen.

Wer sich zudem am nächsten Morgen und den ganzen Tag über schlapp fühlt, dem droht sogar der Sekundenschlaf. Was ärgerlich auf der Arbeit ist, kann im Straßenverkehr schließlich tödlich enden. Bereits jeder zweite Mann und jede vierte Frau über 35 Jahren in Deutschland schnarchen – und vielleicht sogar an Schlimmerem leiden.

Schnarchen: Übergewicht, Alter, Alkoholkonsum können Ursache sein

Gegenüber BILD klärt Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie und Schlafmedizin aus Köln, nun auf, was Sie bei Schlafapnoe tun können. Bevor allerdings bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen, sollten Sie sich bewusst machen, dass Schnarchen auch andere Ursachen haben kann. Laut Dr. de Zeeuw sind das "Übergewicht, schlafferes Bindegewebe im höheren Alter, Alkoholkonsum und Schlafen in Rückenlage".

"Auch angeborene körperliche Umstände, wie ein langer tiefstehender und schlaffer Gaumen, ein langes und breites Gaumenzäpfchen oder anatomische Engstellen im Bereich des Rachens (zum Beispiel beim sogenannten fliehenden Kinn) können Ursachen für Schnarchen sein. Ob Sie nachts geschnarcht haben, merken Sie daran, dass Sie nachts oder am Morgen einen sehr trockenen Mund haben", so de Zeeuw. 

Art des Schnarchens sagt viel über Gesundheit aus

Dabei ist es wichtig, zu wissen, dass lautes Schnarchen nicht per se ungesund ist. Vielmehr kommt es Dr. de Zeeuw zufolge darauf an, dass der Partner einmal genauer hinhorcht, wie die bessere Hälfte eigentlich genau schnarcht:

"Die Lautstärke selbst ist vor allem anatomisch bedingt. Wichtiger ist die Unterscheidung zwischen regelmäßigem Schnarchen (dem sogenannte Holzsägen) und unregelmäßigem Schnarchen, das durch Atempausen unterbrochen wird. Besonders beim unregelmäßigen Schnarchen vergrößert sich das Risiko einer Arteriosklerose und damit die Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Herzrhythmusstörungen und eine Entgleisung des Zuckerstoffwechsels können ebenfalls Folgen des unregelmäßigen Schnarchens sein."

Wer also bemerkt, dass etwas nicht stimmt, der sollte anschließend so schnell wie möglich einen Arzt seines Vertrauens aufsuchen.

Lesen Sie hier auch, warum es für Ihre Gesundheit so wichtig ist, endlich mehr zu schlafen.

Auch interessant: Vier gute Gründe, warum Sie ab jetzt immer auf der linken Seite schlafe sollten.

Von Jasmin Pospiech

Schlummerhilfe vom Smartphone: Was Sleep-Tracker bringen

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