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Depression ist eine psychische Erkrankung, die mit Veränderungen im Gehirnstoffwechsel verknüpft ist.

Depression - eine Volkskrankheit

Wer kennt es nicht aus dem Alltag, das Gefühl von Niedergeschlagenheit oder Deprimiertsein? Aber wann ist Depression eine Krankheit? Dann, wenn dieses Gefühl schwer, anhaltend, vielleicht auch unerklärlich ist und wenn weitere Symptome hinzutreten, die den Alltag zur Qual werden lassen.

Dr. Lähteenmäki beantwortet Fragen zur Depression:

Dr. Lähteenmäki von der Asklepios Fachklinik Göttingen, erreichen Sie am Montag, 25. Januar 2010, von 14 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer:

0561/203-1245

Der depressiv Erkrankte kann sich nicht freuen, kann sich nicht konzentrieren oder entscheiden, sorgt sich übermäßig und zieht sich zurück. Er fühlt sich erstarrt, leistungsgemindert, ist oft appetitlos und schlafgestört. Körperliche Beschwerden können hinzu kommen. Nicht selten führen Gedanken von Schuld oder Perspektivlosigkeit zu lebensmüden Handlungen. Tagesschwankungen oder längere Phasen anhaltender Verstimmung sind häufig.

Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. In Deutschland sind geschätzt fünf Prozent der Bevölkerung, das sind vier Millionen Menschen, depressiv erkrankt. Die Ursachen von Depressionen sind vielfältig, beim Ausbruch einer Erkrankung kommen meist mehrere Faktoren zusammen: innere, aus der Entwicklung des Patienten verständliche Konflikte, äußere Lebensumstände und neurobiologische Veränderungen.

Veränderungen im Gehirnstoffwechsel

Schwere Depressionen sind mit Veränderungen des Gehirnstoffwechsels verknüpft, Botenstoffe wie Serotonin oder Noradrenalin sind aus der Balance geraten. Depressionen können auch Folge anderer körperlicher Störungen, beispielsweise von Schilddrüsenerkrankungen oder Infektionen sein. Auch andere psychische Störungen, zum Beispiel Suchtprobleme oder bestimmte Persönlichkeitsstörungen, können Depressionen begünstigen.

Vielzahl ambulanter Therapien

 Eine Behandlung kann oft ambulant erfolgen, bei schwerem oder langem Verlauf ist eine stationäre Behandlung zu empfehlen. Sie muss immer individuell geplant werden, vor allem schwer Erkrankte benötigen sowohl psychotherapeutische als auch medikamentöse Behandlung. Dabei kann es sein, dass erst eine Medikamentenbehandlung den Patienten befähigt, psychotherapeutische Gespräche zu führen. Moderne Medikamente sind bei fachgerechter Einstellung hilfreich und gut verträglich. Nachgewiesen wirksame Psychotherapieverfahren sind Verhaltenstherapie und psychodynamische Psychotherapie. Körperbezogene Therapieverfahren wie Lichttherapie bei Winterdepressionen oder Magnetstimulation kommen hinzu. Meist werden mehrere Therapien kombiniert und je nach Erkrankungsstadium gewichtet. Das Asklepios Fachklinikum Göttingen bietet alle diese Behandlungsmöglichkeiten, zum Teil auf spezialisierten Stationen, und kann so vielen depressiv Erkrankten wirksam helfen. (nh)

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