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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol in Deutschland ist sehr groß. Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol wird jedes Jahr auf die negativen Folgen des Trinkens hingewiesen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Risikofaktor Alkohol

Deutsche trinken eine Badewanne voll alkoholischer Produkte

Hunderte Menschen sterben jährlich durch Unfälle unter Alkoholbeteiligung. Dabei wäre das vermeidbar. Die "Aktionswoche Alkohol" will auf die Konsum-Probleme hinweisen und Alternativen aufzeugen.

Hamm (dpa) - Alkohol ist hierzulande noch immer Volksdroge. "Jeder Deutsche trinkt im Jahr im Durchschnitt eine ganze Badewanne voll alkoholischer Produkte", sagt Christina Rummel im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Sie organisiert die diesjährige " Aktionswoche Alkohol" (13.5. bis 21.5.), die auf die negativen Folgen des Trinkens aufmerksam machen soll. In Hunderten Aktionen wollen Freiwillige mit den Menschen über Alkoholkonsum reden.

Frage: Was ist an Alkohol so gefährlich?

Antwort: Alkohol ist ein Zellgift. Es ist ein Nervengift, und es gibt keine risikolose Menge, höchstens eine risikoarme. Alkohol ist krebsauslösend und hat Einfluss auf Herz-Kreislauf-Krankheiten. Er steht in Verbindung mit über 200 Krankheiten. Denken Sie zudem an soziale Folgen für Angehörige, an Gewalttaten unter Alkoholeinfluss, an ungeborene Kinder, die im Mutterleib mittrinken müssen, an Unfälle am Arbeitsplatz und die volkswirtschaftlichen Schäden in Höhe von 40 Milliarden Euro im Jahr.

Frage: Ein Glas ist auch schon schädlich?

Es gibt Grenzwerte der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Da sagen wir: Zwölf Gramm Alkohol für Frauen und 24 Gramm für Männer pro Tag, aber auch nicht jeden Tag. Zwölf Gramm Alkohol entsprechen einem kleinen Glas Bier für Frauen, 24 Gramm 0,5 Liter Bier für Männer.

Frage: Was kann die Aktionswoche Alkohol bewirken?

Antwort: Alkohol ist in Deutschland sehr akzeptiert und es wird viel getrunken. Jeder Deutsche trinkt im Jahr im Durchschnitt eine ganze Badewanne voll alkoholischer Produkte - über 135 Liter. Wir wollen auf die Risiken aufmerksam machen, sowohl auf die gesundheitlichen, als auch auf die sozialen Schädigungen.

Frage: Warum liegt der Schwerpunkt auf dem Verkehr?

Antwort: 2015 gab es über 250 Todesfälle auf Grund dessen, dass eine Person im Straßenverkehr alkoholisiert war. Hinzu kommen Hunderte Verletzte. Das ist zu 100 Prozent vermeidbar. Da wollen wir ein Zeichen setzen und sagen: Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen.

Zur Person: Christina Rummel ist stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm und Projektleiterin der "Aktionswoche Alkohol 2017".

Infos der DHS zur Aktionswoche

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