+
Eine Blutprobe liefert viele Daten eines Patienten - zum Beispiel die DNA. Sie ist in der "personalisierten Medizin" eine wichtige Ressource. Foto: Maurizio Gambarini

Umfrage

Deutsche würden Krankheitsdaten für bessere Therapie geben

Für die Verbesserung von Therapiemöglichkeiten würden viele Deutsche ihre persönlichen Krankheitsdaten zur Verfügung stellen. Aber es besteht auch die Angst vor Datenmissbrauch. Das ergab eine aktuelle Umfrage.

Berlin (dpa) - Die meisten Deutschen sind nach einer Umfrage bereit, persönliche Krankheitsdaten freizugeben, wenn damit bessere Therapieerfolge erzielt werden können. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

Demnach würden 71 Prozent ihre Daten zur Verfügung zu stellen, wenn sie damit zur Prävention oder zur Entwicklung besserer Therapiemöglichkeiten beitrügen. Zwei Drittel der Befragten hätten aber zugleich die Sorge, dass ihre Gesundheitsdaten missbraucht werden könnten. Nur sechs Prozent der Befragten sprachen sich demnach klar gegen die Freigabe ihrer Daten aus. Das Thema "personalisierte Medizin" treffe offenbar auf große gesellschaftliche Akzeptanz, hieß es bei dem Unternehmen.

Bei der "personalisierten Medizin" handelt es sich um eine neue Form der medizinischen Diagnostik. Die Fortschritte in der Molekularbiologie sowie die Verfügbarkeit und Auswertbarkeit großer Datenmengen (Big Data) eines Patienten sorgten für wesentlich zielgenauere Diagnosen. Dies wiederum könne eine zielgerichtetere Behandlung ermöglichen. Dafür bedürfe es allerdings einer gewaltigen Menge persönlicher Daten, die die Menschen dann zur Verfügung stellen müssten.

Die medizinische Wissenschaft wisse viel über die einzelnen Krankheiten und deren Behandlung durch Medikamente oder Therapien. Allerdings sei nur sehr wenig bekannt über das Zusammenspiel der Behandlungsmethode und den Eigenheiten und Daten des einzelnen, individuell zu behandelnden Patienten wie genetische Veranlagung, Lifestyle oder allgemeiner Gesundheits- und Fitnesszustand. Die Therapie, die beim einen Patienten anschlägt, hilft einem anderen  nicht unbedingt weiter. Die Befragung zeige auch, dass knapp die Hälfte der Befragten bereit wäre, für die Aussicht auf bessere Heilmethoden auch tiefer in die Tasche zu greifen, hieß es.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unglaublich: Diese Diät soll endlich Diabetes Typ 2 heilen
Die Volkskrankheit Diabetes gilt als unheilbar. Doch eine Studie hat jetzt ergeben, dass eine spezielle Ernährungsweise sehr wohl dagegen helfen kann.
Unglaublich: Diese Diät soll endlich Diabetes Typ 2 heilen
Diese Frau schluckt 100 Tabletten am Tag - sonst stirbt sie
Eine junge Frau leidet gleich an drei seltenen Erkrankungen - und kann dadurch kaum mehr das Haus verlassen. Zudem nimmt sie fast 100 Tabletten am Tag zu sich.
Diese Frau schluckt 100 Tabletten am Tag - sonst stirbt sie
Wie Patienten sich Namen von Medikamenten leichter merken
Viele Arzneimittel tragen komplizierte Namen und dem medizinische Laien fällt es oft schwer sich die Bezeichnung einzuprägen. Eselsbrücken und andere Tricks können dabei …
Wie Patienten sich Namen von Medikamenten leichter merken
Krass: Diese zwei Charakterzüge schützen Sie vor Depressionen
In Deutschland leiden der Weltgesundheitsorganisation zufolge über vier Millionen Bürger an Depressionen. Doch wie kann man sich dagegen schützen?
Krass: Diese zwei Charakterzüge schützen Sie vor Depressionen

Kommentare