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Infizierte Mücken können das Zika-Virus bei einem Stich auf Menschen übertragen.

Urlauber schleppen Virus ein

Deutschland: Mehr als 200 Zika-Fälle gemeldet

Eine Zika-Infektion ist für Schwangere gefährlich. So gibt es in Deutschland seit Mai eine Meldepflicht für Zika-Fälle. Fast alle haben sich bei einer Reise nach Mittel- oder Südamerika angesteckt.

Die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Zika-Virus in Deutschland ist innerhalb rund eines Jahres auf 204 gestiegen. 157 davon wurden seit Beginn der Meldepflicht am 1. Mai dieses Jahres registriert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Die übrigen Fälle stammen aus dem Zeitraum ab Oktober 2015. Bis Anfang September waren insgesamt 146 Fälle an das RKI gemeldet worden.

Zika-Virus als Reisemitbringsel

Die Meldepflicht wurde eingeführt, um die Erkrankung besser überwachen zu können. In fast allen Zika-Fällen handelt es sich bei den Erkrankten um Reiserückkehrer aus Ausbruchsgebieten wie Mittel- und Südamerika. Inzwischen ist das Virus auch in Asien nachgewiesen worden, zuletzt in Myanmar und in Vietnam.

Vietnams Behörden meldeten am Dienstag zwölf neue Zika-Fälle. Die meisten davon wurden in einem Bezirk von Ho-Chi-Minh-Stadt nahe dem bei Touristen beliebten Distrikt 1 registriert. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle auf 23, wie die staatliche Agentur Vietnam News Agency berichtete. Die Behörden gehen davon aus, dass ein vier Monate altes Baby mit Schädelfehlbildung im Hochland von Dak Lak das erste Opfer einer durch das Virus verursachten Mikrozephalie ist.

Der Erreger wird von bestimmten Mücken übertragen. Die Behörden in Vietnam riefen die Menschen daher auf, Brutstätten von Moskitos wie stehendes Wasser in Töpfen und Schalen zu beseitigen.

Symptome einer Zikavirus-Infektion

Das Virus löst meist keine oder nur milde Symptome wie Fieber aus. Infizieren sich allerdings Schwangere mit dem Erreger, können ihre Babys mit zu kleinen Schädeln auf die Welt kommen (Mikrozephalie). Die Kinder sind oft geistig beeinträchtigt. In Süd- und Mittelamerika konnte sich das Zika-Virus binnen Monaten rasant ausbreiten.

So wird das Zika-Virus übertragen  

In den meisten Fällen werden Zikaviren durch den Stich einer infizierten Mücke (Gattung Aedes) übertragen. In einigen Fällen ist das Virus auch beim Sex übertragen worden. Um eine Infektion zu verhindern, empfiehlt die WHO generell allen Reisenden, die aus einem Zika-Ausbruchsgebiet zurückkehren, für die Dauer von sechs Monaten "Safer Sex" zu praktizieren.

Therapie bei einer Zika-Infektion

Es gibt bislang weder einen Impfstoff noch ein gezieltes Medikament zur Behandlung Erkrankter. Einzig möglich ist es daher, die Beschwerden mit Schmerzmitteln zu lindern. Um sich in den betroffenen Regionen gegen Mückenstiche zu schützen, helfen lange Hosen und Hemden, Insektenmittel und Moskitonetze. Infizierte sollten unbedingt weitere Mückenstiche vermeiden, um den Verbreitungskreislauf zu durchbrechen.

dpa

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