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Ernüchternde Bilanz für junge Diabetiker - Änderung des Lebensstils hilft nur in der Hälfte der Fälle.

Sport und Diät helfen junge Diabetiker kaum

Berlin - Sport und eine ausgewogene Ernährung, ein anderer Lebensstil können Diabetes lindern. Nur junge Patienten profitieren scheinbar wenig davon, wie eine aktuelle Studie zeigt.   

Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen bei Jugendlichen nur in etwa 50 Prozent der Fälle, Diabetes mellitus vom Typ 2 zu lindern. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde. Insbesondere bei übergewichtigen Patienten bessere ein anderer Lebensstil häufig nicht das Krankheitsbild, heißt es. Warum der Stoffwechsel bei manchen Menschen auf die Maßnahmen nicht ausreichend reagiert, ist weiter unklar.

Nur die Hälfte der jungen Patienten erreichte in der Studie während der vergangenen fünf Jahre einen akzeptablen Blutzucker. Parallel zur Behandlung mit dem Medikament Metformin brachte die disziplinierte und überwachte Änderung des Lebensstils keine zusätzliche Besserung. Die Jugendlichen lernten an der Seite eines persönlichen Trainers, kalorienreiche Nahrungsmittel zu meiden, vermehrt ballaststoffreiche Kost zu essen und 200 Minuten Sport pro Woche zu treiben.

„Diese unbefriedigenden Ergebnisse können nicht allein mit mangelhafter Disziplin erklärt werden“, sagt der Pressesprecher der Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Andreas Fritsche aus Tübingen: „Möglicherweise sind vielmehr biologische und pathophysiologische Unterschiede dafür verantwortlich, dass Metformin und Lebensstiländerung den Diabetes nicht verhindern können.“ Daher sein verstärkte Forschungsanstrengungen nötig.

dapd

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