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Wer zu dieser Uhrzeit frühstückt, senkt sein Diabetes-Risiko laut Studie enorm

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Von: Juliane Gutmann

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Nicht nur die Auswahl der Lebensmittel, auch der Zeitraum der Nahrungsaufnahme kann Diabetes fördern. Vor allem das Frühstück spielt Forschern zufolge eine wesentliche Rolle.

Sie frühstücken immer vor 8.30 Uhr? Damit könnten Sie der Entstehung der Stoffwechselkrankheit Diabetes enorm vorbeugen,  so das Ergebnis einer Untersuchung unter der Beteiligung von Forschenden der Northwestern University in Chicago. Menschen, die vor 8:30 Uhr mit dem Essen beginnen, hatten niedrigere Blutzuckerwerte und eine geringere Insulinresistenz, was das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes verringern könnte, so die Studie, die auf der Jahrestagung ENDO 2021 der Endocrine Society, der internationalen medizinischen Organisation auf dem Gebiet der Endokrinologie und des Stoffwechsels, vorgestellt wurde.

"Wir fanden heraus, dass Menschen, die früher am Tag zu essen begannen, niedrigere Blutzuckerwerte und eine geringere Insulinresistenz aufwiesen, unabhängig davon, ob sie ihre Nahrungsaufnahme auf weniger als zehn Stunden am Tag beschränkten oder ihre Nahrungsaufnahme auf mehr als 13 Stunden täglich verteilten", so die leitende Forscherin Marriam Ali, M.D. von der Northwestern University in Chicago.

Diabetes vorbeugen – durch längere Pausen zwischen den Mahlzeiten und frühes Frühstück

Insulinresistenz tritt dann auf, wenn der Körper nicht mehr so gut auf das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin anspricht und die Glukose weniger gut in die Zellen eindringen kann, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Endocrine Society. Insulinresistenz und auch ein hoher Blutzuckerspiegel würden den Stoffwechsel negativ beeinträchtigen und das Risiko erhöhen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Wann Sie frühstücken, wirkt sich auf das Diabetes-Risiko aus, so Studienergebnisse von US-Forschern.
Wann Sie frühstücken, wirkt sich auf das Diabetes-Risiko aus, so Studienergebnisse von US-Forschern. © Frédéric Cirou/imago-images

"Angesichts der Zunahme von Stoffwechselstörungen wie Diabetes wollten wir unser Verständnis von Ernährungsstrategien erweitern, um dieses wachsende Problem anzugehen", zitiert die Endocrine Society Forscherin Ali. Frühere Studien hätten gezeigt, dass zeitlich begrenztes Essen, bei dem die Nahrungsaufnahme auf einen kurzen Zeitraum am Tag konzentriert wird, eine Verbesserung der metabolischen Gesundheit zur Folge hat. Ali und ihr Team wollten herausfinden, ob das Essen zu einem früheren Zeitpunkt am Tag die Stoffwechselwerte beeinflusst.

Zeitpunkt der Mahlzeiten hat wohl mehr Einfluss auf Diabetes-Risiko als Zeitraum der Nahrungsaufnahme

Die Forscher analysierten die Daten von 10.575 Erwachsenen, die an der National Health and Nutrition Examination Survey teilgenommen hatten. Sie teilten die Teilnehmer in drei Gruppen ein, abhängig von der Gesamtdauer der Nahrungsaufnahme: weniger als zehn Stunden, zehn-13 Stunden und mehr als 13 Stunden pro Tag. Anschließend bildeten sie sechs Untergruppen, basierend auf der Startzeit der Essensdauer (vor oder nach 8:30 Uhr). Die Insulinresistenz war höher bei kürzerer Essensintervalldauer, aber niedriger in allen Gruppen, die vor 8:30 Uhr mit dem Essen begonnen hatten. "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Timing stärker mit metabolischen Messwerten assoziiert ist als die Dauer", sagte Ali.

Umfrage zum Thema Diabetes

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