Diabetiker sollten regelmäßig zur Kontrolle gehen. Eine Blutabnahme gibt auch Aufschluss, ob eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt. Foto: Jens Büttner
+
Diabetiker sollten regelmäßig zur Kontrolle gehen. Eine Blutabnahme gibt auch Aufschluss, ob eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt. Foto: Jens Büttner

Diabetiker sollten Schilddrüsen-Werte im Blick behalten

Kaputt und müde oder unruhig und nervös: Das können Hinweise auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse sein. Gerade Diabetiker sollten die Werte regelmäßig kontrollieren lassen.

Berlin (dpa/tmn) - Die Schilddrüse hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel. Bei Diabetikern kann das auch Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte haben. Darauf weist die Zeitschrift "Apotheken Illustrierte" in ihrer Extra-Ausgabe zum Thema Diabetes hin (Ausgabe 5/2015).

Eine Schilddrüsenüberfunktion drosselt die Freisetzung des Insulins. Die Folge: Die Blutzuckerwerte steigen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme, und der Insulinbedarf sinkt. Bleiben Diabetiker bei der gewohnten Insulinmenge, steigt das Risiko für Unterzuckerungen.

Gerade Typ-1-Diabetiker sollten einmal im Jahr die Schilddrüse und ihre Werte untersuchen lassen. Auch für Typ-2-Diabetiker empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle. Wichtig für Diabetiker aber auch allen anderen ist es, auf eine gute Jodversorgung zu achten.

Einige Anzeichen einer Überfunktion: Hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Nervosität, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Durchfall, vermehrtes Schwitzen, Zyklusstörungen bei Frauen, Haarausfall, Stimmungsschwankungen bis hin zur Aggressivität, Erschöpfung, Kraftlosigkeit.

Einige Anzeichen einer Unterfunktion: Schwäche, schnelle Ermüdbarkeit, nachlassende geistige Leistungsfähigkeit und nachlassendendes Gedächtnis, depressive Verstimmungen, geschwollenes Gesicht, trockene und raue Haut, Kälteempfindlichkeit, glanzlose, struppige Haare, brüchige Nägel, raue und heisere Stimme, Gewichtszunahme, Verstopfung, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, verringertes sexuelles Verlangen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit Mundspülung gegen Corona? Forscher finden vielversprechenden Zusammenhang
Mundspülungen sollen deutschen Forschern zufolge Coronaviren im Mundraum abtöten. Doch einen Haken hat die Sache: Diese Wirkung zeigt sich bisher nur im Labor. 
Mit Mundspülung gegen Corona? Forscher finden vielversprechenden Zusammenhang
Die Oberschenkel reiben aneinander? Folgendes günstige Produkt lässt Rock-Trägerinnen aufatmen
Vor allem im Sommer ein Problem vieler Frauen: Röcke und Kleider lassen Luft an die Haut - doch gleichzeitig kommt es zu gereizten Stellen zwischen den Oberschenkeln.
Die Oberschenkel reiben aneinander? Folgendes günstige Produkt lässt Rock-Trägerinnen aufatmen
Diese Menschen verbreiten das Coronavirus: Studie findet jetzt eine verhängnisvolle Verbindung - „Superspreader“
Nur wenige Menschen sollen einen japanischen Professor zufolge das Coronavirus verbreiten. Sie zu isolieren, würde die Pandemie eindämmen, so seine Einschätzung.
Diese Menschen verbreiten das Coronavirus: Studie findet jetzt eine verhängnisvolle Verbindung - „Superspreader“
Schützt „Frauenhormon“ vor Covid-19? Studie kürt Östrogen zum Coronaviren-Schutzwall
Bei Frauen beobachten Ärzte seltener schwere Coronavirus-Infektionen als bei Männern. Ein Forscherteam untersuchte jetzt, welche Rolle das Hormon Östrogen spielt.
Schützt „Frauenhormon“ vor Covid-19? Studie kürt Östrogen zum Coronaviren-Schutzwall

Kommentare