+
Beschwerden? Dann werden häufig Schmerzmittel geschluckt. Viele machen sich keine Gedanken darüber, welche Neben- oder Wechselwirkungen die Mittel haben können. Foto: Franziska Gabbert

Diese Nebenwirkungen sind bei Schmerzmitteln möglich

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Ein Hämmern im Kopf, pochende Zahnschmerzen oder ein quälendes Ziehen im Rücken: Viele greifen in diesen Fällen zu Schmerzmitteln. Dabei bekämpfen die Präparate nicht die Ursache der Schmerzen. Und sie sind nicht ohne Nebenwirkungen.

Schmerzmittel sind zwar meist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Dennoch sollten sie nicht unbedarft eingenommen werden, warnt die Landesapothekerkammer Hessen. Zum einen seien Schmerzen kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Warnsignal des Körpers: Daher müsse der Ursache der Schmerzen auf den Grund gegangen werden. Außerdem können die verschiedenen Medikamente auch Nebenwirkungen hervorrufen.

So sind Mittel mit Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen sowie Naproxen unter anderem blutverdünnend - die stärkste Blutverdünnung tritt bei ASS auf. Bei blutenden Wunden etwa nach Verletzungen ist dieses Medikament deshalb nicht die erste Wahl.

Bei längerer Einnahme sind außerdem Magenbeschwerden möglich, bei höherer Empfindlichkeit auch schon nach wenigen Tabletten. Außerdem schränken die Mittel die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln ein - wer sie länger einnimmt, muss die Blutdruckmedikation daher gemeinsam mit dem Arzt anpassen. Außerdem können die Mittel asthmatische Beschwerden verstärken.

Paracetamol ist unter Umständen leberschädlich. Deshalb ist es wichtig, die Tageshöchstmenge nicht zu überschreiten. Sind die Leberwerte nicht in Ordnung, trinkt der Patient gleichzeitig Alkohol oder nimmt andere Medikamente ein, die die Leber belasten, gilt bei der Einnahme des Mittels größte Vorsicht, so die Apothekerkammer.

Außer den Nebenwirkungen können die Mittel auch Unverträglichkeitsreaktionen mit anderen Medikamenten hervorrufen - am besten sprechen Patienten die Einnahme und Kombination verschiedener Präparate deshalb mit Arzt oder Apotheker ab. Kinderdosen müssen gesondert berechnet werden: Eltern dürfen die Tabletten nicht einfach teilen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mann hat zwölf Jahre nicht geduscht - so erging es ihm
Ob nach dem Sport, an heißen Sommertagen oder um wach zu werden: Für viele gehört Duschen einfach im Alltag dazu. Doch das sieht dieser Mann anders.
Mann hat zwölf Jahre nicht geduscht - so erging es ihm
Diese sieben pflanzlichen Medikamente stoppen Ihre Erkältung
Wer unter einer Erkältung leidet, will nicht immer gleich zu harten Medikamenten greifen. Pflanzliche Alternativen sind schonender – und oft gesünder.
Diese sieben pflanzlichen Medikamente stoppen Ihre Erkältung
Ruhe und Ordnung: So steigert man die Konzentration
Die Aufgabe ist kompliziert. Eigentlich braucht man jetzt die volle Konzentration. Doch der Geist findet keine Ruhe. Und da ist man schon beim ersten Punkt, der die …
Ruhe und Ordnung: So steigert man die Konzentration
Intuitives Essen: Der Körper weiß, was er braucht
Den ganzen Tag lang ernährt man sich nur von Gemüse. Doch abends übermannt einen doch noch der Appetit. Die Folge ist Völlerei. Das Problem haben viele, die ihr Gewicht …
Intuitives Essen: Der Körper weiß, was er braucht

Kommentare