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Eine Grippeschutzimpfung ist besonders vor einer anrollenden Influenza-Welle ratsam.

Frühzeitig einplanen

Ab wann ist die Grippeschutzimpfung 2019/2020 sinnvoll?

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Es scheint, also ob nun eine neue Grippewelle drohe. Viele überlegen sich eine Schutzimpfung gegen die fiesen Viren. Doch ab wann ist sie sinnvoll?

Gliederschmerzen, Fieber und tagelang schwach im Bett liegen: Davor graust es vielen Deutschen. Besonders Arbeitnehmer können und wollen sich nicht erlauben, solange im Job zu fehlen. Daher überlegt sich manch einer, ob eine Schutzimpfung Sinn macht, um der Grippe rechtzeitig ein Schnippchen zu schlagen. Besonders, wenn es wieder kälter wird und die Grippewelle anrollt. Aber auch im tiefsten Winter macht eine Impfung noch Sinn.

Grippeschutzimpfung 2019/2020 am besten schon vor Influenza-Welle

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie sich für eine Impfung entschieden haben, sollten Sie am besten im Oktober und November zu Ihrem Hausarzt gehen. So können Sie laut dem Robert-Koch-Institut guten Gewissens sein, dass sie frühzeitig für die neue Influenzasaison gewappnet sind. Schließlich sei "trotz der schwankenden Impfeffektivität die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung", erklärt der Präsident des RKI, Professor Lothar Wieler.

Im Winter 2017/2018 hätten sich viel zu wenige Deutsche impfen lassen, vermeldet das Institut im Saisonbericht. Besonders heftig hätte es vor allem ältere Menschen getroffen – was dabei auffällt: Hier war auch die Impfquote am niedrigsten. Nur 35 Prozent der Senioren hatten sich laut dem Bericht eine Grippeschutzimpfung verpassen lassen.

Erfahren Sie hier auch, wie lange eine Grippe bei Erwachsenen im Normalfall andauert.

Mäßiger Impfschutz bei Grippe besser als gar keiner

Ein weiterer Grund für die schlimme Grippewelle 2017/2018 war allerdings auch, dass damals der Impfstoff nicht gepasst hatte. So soll er Influenza-A-Viren vom Typ H3N2 Hongkong enthalten haben – doch das machte nur ein Viertel der damals zirkulierenden Influenzaviren aus. Bei den restlichen 75 Prozent handelte es sich um den Typ H3N2 Bolzano – und gegen den konnte der Impfstoff nichts ausrichten.

Dennoch sei laut der Pressesprecherin Susanne Glasmacher des RKI "ein mäßiger Impfschutz besser als gar keiner": "Wenn es draußen in Strömen regnet, hilft ein löchriger Schirm auch ein bisschen", so ihre Einschätzung. Besonders schwere Krankheitsverläufe könne der Impfstoff dennoch verhindern. "Der Grippe-Impfstoff ist, wie er ist, aber noch die beste Möglichkeit das Risiko zu verringern", erklärt die RKI-Sprecherin gegenüber dem Merkur.

Alltagsfrage: Wer übernimmt eigentlich die Kosten für eine Grippeschutzimpfung?

Warum wirkte der Impfstoff in der Vergangenheit nicht?

Pikant daran: Das Serum soll allerdings auch in den Jahren zuvor nicht umfassend geschützt haben. Das sorgte bereit in der Vergangenheit für Diskussionen. Zumal die WHO jedes Jahr im Februar schon eine Empfehlung für den jeweiligen Impfstoff für die nächste Grippesaison ausspricht.

Der Grund liegt auf der Hand: Schließlich verändern sich Grippeviren rasend schnell, werden resistent oder es entwickeln sich neue Varianten. So kann es unglücklicherweise passieren, dass sich Subtypen bereits verändern, während das Serum dagegen noch mitten in der Produktion steckt, so Glasmacher weiter. Daher ist es ratsam, die Schutzimpfung grundsätzlich jedes Jahr auffrischen zu lassen. Schließlich hält die Wirkung ungefähr ein halbes Jahr an.

Was steckt eigentlich hinter Grippesymptomen - ohne Fieber? Das erfahren Sie hier.

Wer sollte sich am besten impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut – STIKO – empfiehlt sie für folgende Risikogruppen:

  • Personen über 60 Jahre
  • Schwangere
  • Chronisch Erkrankte mit Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Medizinisches und pflegerisches Personal

Besonders bei Letzteren ist ein ausreichender Grippeschutz sinnvoll. Doch auch hier gibt es dem RKI zufolge Nachholbedarf: Bei einer Untersuchung an zwei Universitätskliniken fand es heraus, dass nur 40 Prozent der Mitarbeiter gegen Influenza geimpft waren.

Allerdings gibt es auch ein Personenkreis, der sich besser nicht gegen Grippe impfen lassen sollte. Wer zum Beispiel eine Allergie gegen bestimmte Impfstoffbestandteil aufweist, sollte darauf lieber verzichten. Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt vorher dazu beraten. Vielleicht gibt es auch eine Alternative zum gängigen Serum.

Lesen Sie auch: Wie lange ist man ansteckend mit Grippe?

Grippeschutzimpfung - nicht für diejenigen, die Hühnereiweißallergie haben?

Schließlich gibt es keinen Impfstoff, der ohne das Protein auskommt. Doch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt hier Entwarnung: "Dies braucht Menschen mit einer Hühnereiweißallergie nicht zu beunruhigen", erklärt der Präsident des PEI, Professor Klaus Cichutek. Der Grund dafür: Wirklich schwere Allergiereaktionen würden sehr selten auftreten. Dennoch empfiehlt es sich, den behandelnden Arzt über die Allergie zu informieren.

Auch interessant: Was hilft schnell gegen Grippesymptome?

Wie kann ich mich sonst noch gegen Grippe schützen?

Zusätzlich zu einer Impfung empfiehlt das Institut stets auch auf die eigene Hygiene zu achten. Vor allem regelmäßiges Händewaschen ist in der Grippezeit Pflicht. Am besten ist es, wenn Sie:

  • Ihre Hände mindestens 30 Sekunden unter den Wasserstrahl halten.
  • Ihre Hände dabei mit Seife waschen.
  • Ihre Hände dabei gründlich reiben.

Zudem sollten Sie versuchen, den Kontakt zu bereits Erkrankten so gut wie möglich zu vermeiden sowie nicht zu oft mit den Händen in die Nähe der Nase, des Mundes oder der Augen zu kommen. Wenn Sie allerdings bereits erkrankt sind, sollten Sie besser nicht in Ihre Hand husten oder niesen – haben Sie stattdessen immer Taschentücher für unterwegs dabei. Ansonsten in die Armbeuge, während Sie einen Meter Abstand zu anderen halten.

Alles zum Thema Influenza erfahren Sie hier in unserem großen Grippe-Ratgeber.

jp

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

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