Vor diesen Krankheiten haben die Deutschen Angst

Hamburg - Bei einer Forsa-Erhebung im Auftrag der DAK wurden die Deutschen befragt, vor welchen Krankheiten sie am meisten Angst haben. Das Ergebnis:

Krebs ist weiterhin die Krankheit, die den Deutschen am meisten Angst macht. Knapp drei Viertel der Menschen fürchten sich vor bösartigen Tumoren, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK ergab. Die Befragten begründeten ihre große Furcht vor dem Krebs damit, dass die Krankheit jeden treffen könne und oft einen schweren Verlauf nehme.

Davor haben die Deutschen am meisten Angst

Krankheit Anteil der Befragten
Krebs 73 %

Unfälle
(mit schweren Verletzungen)

57 %
Alzheimer/Demenz 54 %
Schlaganfall 54%
Herzinfarkt 45 %
Bandscheibenvorfall 38 %

Psychische Erkrankungen
(wie z. B. Depressionen)

36 %
Schwere Lungenerkrankung 27 %
Diabetes 20 %

Geschlechtskrankheit
(wie z. B. Aids)

19 %
Von den mehr als 3000 Befragten haben demnach 57 Prozent Angst vor Unfällen mit schweren Verletzungen, etwas mehr als die Hälfte fürchten sich vor Demenz und Schlaganfällen. 45 Prozent haben Angst vor einem Herzinfarkt.

Unterschiede bei Mann und Frau

Um 20 Prozent gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr die Angst vor psychischen Erkrankungen, von der insgesamt mehr als ein Drittel der Teilnehmer bei der Umfrage berichtete. Besonders die 30- bis 44-Jährigen fürchten sich mehr vor Depressionen als vor einem Herzinfarkt. Die geringsten Sorgen in puncto Krankheiten machen sich die Menschen in Hamburg, die größten die Befragten in Thüringen. Frauen haben zudem häufiger Angst davor als Männer.

Bei den 14- bis 29-Jährigen sei die Furcht vor dem Krebs gesunken, die vor anderen Krankheiten aber gestiegen, berichtete die DAK. Zugleich nutzten weniger junge Menschen Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. “Bestätigt sich dieser Trend, müssen wir die Altersgruppe stärker über Risiken und Möglichkeiten der Früherkennung informieren“, sagte DAK-Expertin Christina Sewekow.

Insgesamt waren 88 Prozent der Befragten mit ihrem Gesundheitszustand zufrieden. Ein Drittel schätzt ihn sogar als „sehr gut“ ein. In Bayern und Baden-Württemberg ist diese Bewertung mit rund 40 Prozent fast doppelt so groß wie in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit jeweils 22 Prozent. Nur 12 Prozent befanden ihre Gesundheit für schlecht, überwiegend Menschen über 60 Jahre.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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