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Die Brustvergrößerung mit Eigenfett hat viele Vorteile.

Experte Dr. Garcia im Interview

Brustvergrößerung mit Eigenfett - oder doch besser mit Implantaten?

Eine Fettabsaugung, um störende Fettpolster zu beseitigen und damit gleichzeitig die Brust zu vergrößern, klingt zunächst prima. Aber die Voraussetzungen dafür müssen stimmen.

Der Plastische Chirurg Dr. Garcia in München erklärt die Vor- und Nachteile der Brustvergrößerung mit Eigenfett und Implantaten.

Herr Dr. Garcia, funktioniert die Brustvergrößerung mit Eigenfett genauso gut wie mit den bekannten Silikonimplantaten?

Dr. Garcia: Nein, leider nicht. Das muss gleich ganz klar sein. Die Brustvergrößerung mit eigenem Fett hat im Vergleich zur Brustvergrößerung mit Implantaten einige Vorteile, aber leider auch Nachteile. Und wenn wir nur die Möglichkeit der wirklichen Volumenvergrößerung der Brust betrachten, liegt hier bereits der entscheidende Nachteil der Eigenfettbehandlung.

Wo liegt der Unterschied?

Dr. Garcia: Mit Eigenfett lässt sich unter optimalen Voraussetzungen eine leichte Brustvergrößerung erreichen. Das liegt je nach Ausgangssituation bei maximal einer Körbchengröße – eher darunter. Wichtig ist, dass ausreichende Fettpolster an anderer Stelle des Körpers vorhanden sind. Typische Spendenareale sind der Bauch und die Hüften, die Reithosenpolster sowie die Bereiche am inneren Oberschenkel und Knie. Wenn also eine eher kleine Brustvergrößerung gewünscht ist, dann lässt sich die so sehr schön erreichen.

Die Möglichkeit der Brustvergrößerung mit Eigenfett beschränkt sich also auf die eher kleine Vergrößerung. Wo liegen denn die Vorteile dieser Technik?

Dr. Garcia: Entscheidende Vorteile sind einmal die Natürlichkeit des Ergebnisses. Es ist optisch wie auch vom Tastgefühl absolut wie die normale Brust. Und der meist auch sehr geschätzte Nebeneffekt ist die ebenfalls erfolgende Fettabsaugung. Das heißt, es sind im Prinzip zwei Behandlungen in einem: Brustvergrößerung plus Fettabsaugung. Beides gemeinsam führt dann im Ergebnis zu einer wesentlichen Optimierung und Harmonisierung der gesamten Körpersilhouette.

Wie sind die Risiken im Vergleich zu der Brustvergrößerung mit Implantaten?

"Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist ausgereift und in vielen OPs bewährt", so Dr. Garcia, Plastischer Chirurg aus München.

Dr. Garcia: Das ist ein wichtiger Punkt. Da wiederum steht die Eigenfettbehandlung besser da. Zum einen ist die Ausfallszeit wesentlich geringer. In der Regel können die Patientinnen bereits nach einer Woche wieder dem Alltag nachgehen. Bei der Behandlung mit Implantaten müssen die Damen dann doch eher zwei Wochen rechnen. Und ein typisches Risiko der Brustvergrößerung mit Implantaten entfällt bei der Eigenfettbehandlung völlig: das Risiko der Kapselfibrose. Dabei handelt es sich um eine Verhärtung, die um das Implantat entstehen kann. Dieses Risiko ist zwar inzwischen aufgrund der sehr hohen Implantatqualität und schonender Op-Verfahren auch sehr gering, aber eben doch noch vorhanden. Zu erwähnen ist auch, dass wir bei der Implantatchirurgie einen kleinen Schnitt brauchen, um das Implantat einzubringen. Damit bleibt dann auch eine kleine Narbe. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett haben wir lediglich kleine Stichnarben, die unauffälliger sind.

Das klingt dann doch so, dass beide Techniken ihre Vorteile haben.

Dr. Garcia: Richtig. Und daher lässt sich keine als Favorit herausstellen, sondern es muss sehr individuell entschieden werden. Abhängig von Größenwunsch und den Voraussetzungen an Brust und Körper muss jeweils das geeignete Verfahren zur Anwendung kommen. Nur so lässt sich letztlich die Zufriedenheit mit dem Ergebnis erreichen. Und das kann ich abschließend noch aus meiner langjährigen Erfahrung mit der Brustvergrößerung sagen: Die erreichte neue Brustgröße und Brustform – ob mit oder ohne Fettabsaugung - zaubert den Patienten immer ein dauerhaftes Lächeln ins Gesicht.

Brustvergrößerung mit Eigenfett oder mit Implantaten:

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