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Kurz und knackig: Wer weniger Zeit für sein Sportprogramm investieren will, muss bei den Übungen an seine Grenzen gehen. Foto: Christin Klose

Ein paar Minuten Sport am Tag: Was Kurzprogramme bringen

Das Schwierigste am Sport ist die Überwindung, überhaupt damit anzufangen. Leichter fällt der Start, wenn man weiß, dass man nur ein paar Minuten etwas tun muss. Aber machen solche kurzen Trainingsprogramme überhaupt Sinn?

Hünfeld (dpa/tmn) - Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Fünf bis zehn Minuten Sport am Tag sollen reichen, um fit zu bleiben. Kann das stimmen? Ja, sagt Christoph Raschka vom Arbeitskreis Sportmedizin des Bundes Deutscher Internisten (BDI).

Aber: "Dann muss man natürlich Vollgas geben", so Raschka. Solch ein kurzes Sportprogramm kann sinnvoll sein, wenn es sich an dem Prinzip des HIT orientiert, dem High Intensity Training.

Bei einem High Intensity Training steht nicht die Dauer des Trainings im Vordergrund, sondern die Belastung: So geht man zum Beispiel nicht für zwei Stunden joggen, sondern legt fünf- bis zehnmal einen Sprint ein - bei maximaler Herzfrequenz. Das habe den gleichen Effekt, als ob man länger, aber dafür viel langsamer läuft, erklärt Raschka. "Da sind sich die Sportwissenschaftler einig."

Ein Zirkeltraining von fünf bis zehn Minuten kann so also durchaus für eine gute Fitness sorgen - aber eben nur, wenn man in diesen Minuten alles gibt. Außerdem wichtig zu wissen: Für das komplette Sportprogramm braucht man in der Regel länger als die paar Minuten: Schließlich braucht der Körper nach den hochintensiven Intervallen zwischendurch Pausen.

Und Raschka macht auch deutlich: Wer vorhat, Gewicht zu verlieren, wird mit solch einem Programm nicht auskommen. Die kurzen Einheiten seien eher dafür gedacht, sein Fitnesslevel zu halten - oder etwas zu verbessern. Und: Weil es keine längere Aufwärmphase gebe, steige die Verletzungsgefahr, etwa bei Sprung-Übungen, betont der Sportmediziner.

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